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Was hat Ihre Lebensversicherung Ihnen versprochen?

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Sind Sie seinerzeit mit hohen Renditen, Verdoppelung des eingezahlten Kapitals und weiteren abenteuerlichen Ansagen zum Abschluß Ihrer Lebensversicherung „motiviert“ worden? Wenn Sie Glück haben, sind Sie noch stolzer Besitzer eines sogenannten „Altvertrags“, also einer Lebensversicherung, die schon vor längerer Zeit abgeschlossen wurde und dementsprechend noch einen – ich würde sagen wesentlich – höheren Garantiezins ausweist, als das ein heute abgeschlossener Vertrag tun wird.

Was ist aus der einstigen Bastion der Deutschen Altersvorsorge geworden?

Wo sind sie geblieben, die hohen Zinsen? Schuld daran haben nicht alleine die Lebensversicherungs-Gesellschaften. Nicht bei allen Gesellschaften sind die hausinternen Kosten für Abschluß – also für den netten Herrn Kaiser, oder wie auch immer er bei Ihnen hieß – und Verwaltung so immens hoch, daß man vermuten könnte, die sinkenden Garantiezinsen wären alleine schon dadurch verursacht. Tatsächlich müssen die Versicherer heute mit Ihrem Geld extrem gut wirtschaften, um nicht in den nächsten Jahren durch hohe Zahlungen in eine Schieflage zu geraten.

Sind die Zahlungen abgesichert?

Wie sieht es aus, wenn Ihre Lebensversicherung, also das Unternehmen, das für Ihre Altersvorsorge einen großen Teil Ihres jetzigen Einkommens einnimmt, plötzlich in Schieflage gerät? Sind Sie dann abgesichert?

Laut der Bafin, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, sei es sehr unwahrscheinlich, daß eine Versicherung insolvent wird. Schließlich obliegt jedes Versicherungsunternehmen, das in Deutschland Lebensversicherungen an den Mann oder die Frau bringen will, der staatlichen Aufsicht. Doch der eine oder andere Leser mag sich noch an den Fall der Mannheimer Versicherung erinnern, die letzten Endes von der Branche der Lebensversicherungen in einer Auffanggesellschaft übernommen wurde. Die Ursachen einer solchen Insolvenz mögen vielschichtig sein. Letzten Endes sind sie jedoch sicher mit der Anlagepolitik des jeweiligen Unternehmens in Verbindung zu bringen.

Die Investitionen, die eine Lebensversicherungs-Gesellschaft mit Ihrem hartverdientem Geld machen darf, sind keinesfalls alle krisensicher. Einen großen Teil des Geldes investieren die Gesellschaften in andere Unternehmen. Und nehmen dabei das Risiko eines Totalverlustes in Kauf! Denn die Zeiten, in denen eine Versicherung das eingenommene Geld einfach in deutsche Staatsanleihen stecken konnte und damit hohe Zinsen garantieren konnte, sind vorbei.

Mittlerweile sind die Zinsen nach mehreren Abstürzen an den Weltbörsen, immer wieder auffackelnden Krisen und Staatspleiten am laufenden Band von der EZB so weit abgesenkt worden, daß auch Staatsanleihen natürlich nicht mehr die Rendite erwirtschaften können, wie dies vor einigen Jahrzehnten noch der Fall gewesen sein mag.

Heute wird geknausert!

Zumindest mit den zu erzielenden Zinsen wird sehr vorsichtig kalkuliert. Dabei sind bei bestimmten Voraussetzungen auch heute noch Erträge im zweistelligen Bereich machbar! Denken Sie doch einmal wohlwollend darüber nach, ob eine Trennung des Risikos von Leben und Altersvorsorge, also eine Lebensversicherung ohne Kapitalanteil, sprich eine Risikolebensversicherung, und eine gleichzeitige Investition des Restbetrags in ein lukratives Sachwert-Investment nicht doch eine zeitgemäße und sinnvolle Alternative zur klassischen, aber leider ausgedienten Lebensversicherung ist.

Sie werden auch feststellen, daß eine wesentlich höhere Absicherung Ihrer Familie machbar ist. Oder, wenn Sie keine Absicherung von Hinterbliebenen brauchen, um wieviel höher Ihre Altersvorsorge ausfallen wird! Wie auch immer Sie sich entscheiden werden, denken Sie daran, den Wert Ihrer Lebensversicherung zu hinterfragen. Dann wird auch die nächste Abrechnung für Sie kein böses Erwachen sein.

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Warum sind Lebensversicherungen eigentlich so beliebt?

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Ihre Lebensversicherung ist sehr beliebt – bei Ihrem Berater! Warum das so ist, ist eigentlich auch schnell erklärt: Ihr Vermittler, der bei Ihnen auf der Couch gesessen hat, Ihren Kaffee getrunken hat, dabei evtl. auch Ihren Vogel, Ihre Katze oder Ihren Hund gelobt und/oder gestreichelt hat, möchte natürlich dafür, daß er nur an Ihr Bestes denkt, auch entlohnt werden.

Soweit ist das auch alles gut. Allerdings wird gerade bei einer Lebensversicherung, die einen Kapitalteil enthält, auch gerne auf die zu verdienende Provision geschielt.
Wer nun meint, ein Versicherungsmakler ist da die bessere Alternative zum Vertreter einer Lebensversicherungs-Gesellschaft, ist oftmals auf dem Holzweg. Der Unterschied zwischen einem Makler und einem Vertreter nur einer Gesellschaft ist, daß der Makler für Sie eine Lebensversicherung heraussuchen kann. Allerdings müssen diese Merkmale nicht immer nur Sie betreffen. Denkbar ist auch, daß ein Makler auch einmal nicht nur an seine Kunden denkt.

Jeder hat ja jemanden zu versorgen

Und nicht nur Sie haben vielleicht eine Familie und Kinder zu ernähren. Ganz klar ist, daß auch der Verkäufer Ihrer Lebensversicherung etwas zum Leben braucht. Interessanterweise denken viele Verbraucher, daß die Provision eines Verkäufers einer Lebensversicherung von der Gesellschaft bezahlt wird. Und richtig ist ja, daß die Versicherungsgesellschaft dem Vertreter das Geld zukommen läßt. Allerdings zahlt immer der Versicherungsnehmer einer Lebensversicherung die Provision aus seiner Tasche. Denn gerade in den ersten Jahren einer Lebensversicherung steigt der Rückkaufswert nur sehr langsam – wenn er überhaupt schon vorhanden ist.

Der Rückkaufswert einer Lebensversicherung wird aber nicht nur von der Provision des Verkäufers beeinträchtigt. Auch die Verwaltungskosten, die jeder Versicherte für seine Lebensversicherung in Kauf nehmen muß, werden entweder aus den laufenden Beiträgen oder dem Rückkaufswert beglichen. Dadurch erklärt sich auch, warum ein Rückkaufswert bei ruhenden Verträgen sinken kann. Wenn der Kostenapparat höher als die angegebene Verzinsung ist, wird das Geld immer weniger!

Ein weiterer Feind des Sparers

Die Inflationsrate in Deutschland liegt zur Zeit bei gut 2,0%. Das bedeutet, daß 100 Euro in einem Jahr 2 Euro an Kaufkraft verlieren. Bei vielen ist die gefühlte Inflation aber weitaus höher. Denn obwohl oftmals Preise für High-Tech Geräte sinken, kommen aber oft auch neue auf den Markt, die dann dank neuerer Technik und eingesetzter Rohstoffe wieder erheblich hochpreisiger sein können. Hinzu kommt ein stetig steigender Benzinpreis und ebenfalls weiter steigende Heizkosten.

Grund genug für viele Sparer, einfach mal Ihre Lebensversicherung unter die Lupe zu nehmen und mal zu prüfen, ob denn die Beiträge in einer vernünftigen Relation zum späteren Ertrag der Lebensversicherung stehen.

Sehr oft heißt es da nur: Autsch!

Bei einem Blick auf den aktuellen Rückkaufswert wird so manchem Anleger heiß und kalt. Nicht, weil am Ende der Beitragszahlung so viel Geld dabei herauskommt, sondern weil man am liebsten noch das Datum dazuaddieren möchte, damit sich wenigstens die Inflation herausrechnen läßt.

Und so verwundert es nicht, daß Lebensversicherungen insbesondere bei den Vermittlern für einen leichten Glanz in den Augen sorgen. Bei denjenigen, die die Beiträge zahlen müssen und am Ende sehen, was dabei herausgekommen ist, sorgen sie eher für tränenfeuchte Augen.

Daher lohnt es sich, auch nach dem Abschluß zu schauen, ob die abgeschlossene Lebensversicherung noch zeitgemäß ist. Denn oftmals kann man durch eine Veränderung zum richtigen Zeitpunkt doch noch seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringen!

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Lebensversicherungen – wo kommen die denn her?

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Die Lebensversicherung, wie wir Sie heute kennen und der Versicherungsvertreter sie mag, sind noch gar nicht so alt. Zwar blicken Versicherungen, wenn man sie so nennen darf, auf eine gut 3.000 Jahre lange Geschichte und Tradition zurück. Allerdings waren diese Versicherungen damals noch auf den Warenwert ausgelegt und verpflichteten den Transportunternehmer, für einen eventuellen Schaden aufzukommen.

Das menschliche Leben, wohl insbesondere von Sklaven und ähnlich gestellten Personen, galt zu dieser Zeit noch nicht besonders viel. Erst im Alten Rom, vor gut 2.000 Jahren, gab es erste Sterbekassen.

Bestattungsvereine sind die Vorläufer der Sterbegeldversicherung

Sogenannte Bestattungsvereine sicherten in Rom vor gut 2.000 Jahren bereits die Kosten für eine Beerdigung ab. Zusätzlich gab es eine Unterstützung für die Hinterbliebenen des Verstorbenen. Hiermit kann man dann bereits von den ersten Risiko- Lebensversicherungen sprechen. Damals galt noch das Prinzip der Gegenseitigkeit, das heißt, die Mitglieder eines solchen Vereins halfen sich gegenseitig. Das Ziel war zu dieser Zeit eine Absicherung der Kosten für eine angemessene Bestattung und ein Hilfe für die Verwandten ausschließlich im Todesfall. Die meisten Mitglieder einer solchen Vereinigung waren Menschen der unteren Stände und einfache Soldaten.

Zünfte spielen in Deutschland eine große Rolle

Seit Mitte des 12. Jahrhunderts sind in Deutschland Zünfte als Handwerksorganisationen nachweisbar. Sie sicherten Ihre Mitglieder für Notfälle ab. Im Todesfall waren dabei auch die Witwen und Waisen berücksichtigt. Dies sind erste Anzeichen für eine Risiko-Lebensversicherung auf deutschem Boden. Die meisten Verträge, die heute als Lebensversicherung abgeschlossen werden, sind aber Verträge, die einen zusätzlichen Kapitalsparanteil haben. Diese sind auch für den Versicherer interessanter, da er so über einen langen Zeitraum mit Geldern arbeiten kann, die nicht vom Unternehmer selbst aufgebracht werden müssen.

Die Lebensversicherung als – für Unternehmen – sinnvolles Geschäft wurde erst mit Entdeckung der Wahrscheinlichkeitsrechnung eingeführt. Diese wurde durch die französischen Mathematiker Blaise Pascal und Pierre de Fermat 1654, als die beiden ihr Heil durch Glücksspiel erreichen wollten, durch Berechnungen auf die Wahrscheinlichkeiten als mathematische Größe entdeckt. Sie wollten damit „den Zufall“ meßbar machen. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung dient heutzutage allen Lebensversicherern als Grundlage, das Todesfallrisiko und damit das Leistungsrisiko bei Lebensversicherungen festzustellen.

Als erstes Unternehmen, das sich professionell mit Lebensversicherungen beschäftigte, gilt die Society for Equitable Assurances on Lives and Survivorships. Die Gesellschaft wurde 1762 in London gegründet. Der Name ist Programm: Es geht um „faire“ Versicherungen für Leben und Überleben. Inwieweit man heute noch von fairen Verträgen sprechen kann, wenn man sich die ständigen Senkungen bei der Verzinsung und die Rückkaufwerte in den ersten Versicherungsjahren anschaut, mag dahingestellt sein.

In Deutschland wurde das erste Lebensversicherungs-Unternehmen 1778 gegründet. Es war die Hamburgische Allgemeine Versorgungs-Anstalt, die als einer der Vorläufer der ERGO Versicherungsgruppe gilt. Aber auch viele ausländische Unternehmen entdeckten von Frankreich und England kommend den deutschen Markt.
Daran hat sich bis heute nicht viel geändert, denn die klassische Kapital-Lebensversicherung gilt noch heute in Deutschland für nahezu 80% der Bevölkerung als Hauptinstrument für die Altersvorsorge. Das ist insbesondere deshalb bedenklich da, die die Garantieverzinsung für Lebensversicherungen mit Kapitalanteil mehr und mehr sinkt. In 2012 beträgt der Zinssatz gerade einmal 1,75%. Dem stehen aber Verwaltungskosten in Höhe von oftmals über 3 oder 4% entgegen.

Kein Wunder also, daß viele Kunden der Lebensversicherung den Rücken kehren wollen und nach Alternativen suchen.

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