31.05.2010
Fondsanteile von Immobilienfonds können auch an Börsen gehandelt werden
Aus der Finanz- und Bankenkrise ist längst eine zumindest europäische Staatenkrise geworden. Die überbordenden Schulden der Mitglieder der Euro-Zone haben die Gemeinschaftswährung Euro zur Zielscheibe von Spekulanten und Hedgefonds gemacht, die auf ein baldiges Ende des europäischen Projekts und eine Auflösung der Währung wetten. Unter diesem Druck gibt der Euro nach; die Staaten versuchen, sich und die Währung mit dem Auftürmen noch gewaltigerer Schuldenberge zu retten. Es ist unschwer vorherzusehen, dass dies nicht gutgehen kann und die Währung gegenüber der Leitwährung US-Dollar weiter an Boden verlieren wird.
Viele Analysten warnen bereits vor einer großen Inflation, mit der die Euro-Länder sich als letzten Ausweg eines Teils ihrer Schulden entledigen könnten und entsprechend groß ist die Verunsicherung in der Bevölkerung: Langfristig angelegtes Geld scheint in Gefahr zu sein, seinen Wert zu verlieren und die Nachfrage nach sicheren Anlageformen wie Gold, Antiquitäten oder Immobilien wächst ständig.
Immobilienfonds sind also zunächst eine durchaus sinnvolle Anlage, allerdings kann es schwierig werden, wenn man sein Kapital ausbezahlt bekommen möchte: Naturgemäß ist ein Großteil des eingelegten Geldes, über das der Fonds verfügt, langfristig in Immobilien im In- und Ausland gebunden. Kein Fonds verfügt über die notwendige Liquidität, um einen großen Teil seiner Mitglieder per sofort auszahlen zu können. Einige Immobilienfonds haben die Rückzahlung von Anteilen bereits eingestellt bzw. ausgesetzt, so dass die Anleger nur hoffen können, sich von ihrem Geld nach Ablauf der Sperrfrist noch etwas kaufen zu können.
Für aussteigewillige Anleger bietet sich indes ein Ausweg aus dieser Situation: Einige Börsen, darunter etwa die Börse in Hamburg, handeln mit Fondsanteilen. Es ist den Anlegern hier möglich, ihre Anteile zu platzieren und zu marktaktuellen Kursen zu veräußern. Die großen momentan eingefrorenen Fonds sind hier vertreten.


