03.05.2010
Ökologische Fonds als Geldanlage
Treibhauseffekt, Ozonloch und Waldsterben sind Begriffe, mit denen wir alltäglich konfrontiert werden. Verursacher der Umweltkatastrophe ist der Mensch. Der globale Treibhauseffekt, der unter anderem durch freigesetzte Kohlenstoffdioxide – Nutzung fossiler Brennstoffe, wie Öl, Kohle, Benzin – und der rücksichtslosen Rodung der Regenwälder entsteht, führt zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre. Die Folgen sind unter anderem die Verschiebung der Klimazonen, der Anstieg des Meersspiegels und Wirbelstürme. FCKW, das beispielsweise als Kältemittel in Kühlschränken und Klimaanlagen eingesetzt wurde, führte zur Zerstörung der schützenden Ozonschicht. Folge, die UV Strahlung dringt verstärkt zur Erdoberfläche und ruft beispielsweise bei Menschen vermehrt Hautkrebs hervor. Im Montrealer Protokoll haben sich die Staaten verpflichtet, entsprechende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Ozonloches zu treffen.
Die Nutzung fossiler Brennstoffe muss aufgrund ihres schädlichen CO² Ausstoßes und dem damit verbundenen Klimawandel drastisch reduziert und durch erneuerbare Energien, wie Sonnenenergie, Wasserkraft, Windenregie und Bioenergie ersetzt werden. Ökofonds investieren in Unternehmen, die nachhaltig handeln – verantwortungsvoll mit den Ressourcen umgehen – und damit eine Ausweitung der Klimakatastrophe verhindern. Für immer mehr Anleger spielt neben der Rendite die moralische, ethische Komponente eine Rolle.
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird unterschiedlich interpretiert, es gibt hiefür noch keine einheitliche Festlegung. Fondsmanager können sich für das Best in class-Prinzip oder für Ausschlusskriterien entscheiden. Beim Best in class-Prinzip werden Unternehmen, die in derselben Branche tätig sind, miteinander verglichen. So kann es sein, dass selbst Ölkonzerne, wenn sie im Vergleich zu ihren Kontrahenten nachhaltiger arbeiten, in einem Ökofonds zu finden sind. Anleger müssen also selbst entscheiden, ob und inwieweit die Unternehmen in Punkto Klimafreundlichkeit ihren Vorstellungen entsprechen. Ausgeschlossen werden beispielsweise Unternehmen die in den Bereichen Kernkraft, Rüstung oder Gentechnik tätig sind.
Nachhaltige Investmentprodukte sind im Aufwärtstrend. Das Spektrum ist breit gefächert und umfasst unter anderem Aktienfonds, Themenfonds, Mischfonds, Rentenfonds und Dachfonds, wobei überwiegend in Themenfonds - Solarenergie, Wasserkraft, Windenergie, Geothermie und Biomasse -, investiert wird. Kleinanleger sollten sich nie auf eine Branche konzentrieren, sie sind zu sehr Schwankungen und politischen Entscheidungen – siehe Solarenergie – unterlegen. Fonds sind gegenüber Direktanlagen sicherer, sie investieren in mehrere Unternehmen und streuen somit das Risiko. Langfristig können mit Ökofonds überdurchschnittliche Renditen erzielt werden.
Für immer mehr Fondsanleger spielen ökologische Kriterien eine wesentliche Rolle. Ein gutes Gefühl, Geld zu verdienen und gleichzeitig seinen Anteil zu leisten, damit die Erde ein lebenswerter Platz für unsere Enkel und Urenkel bleibt.


