11.02.2010
Die Geschichte der britischen Lebensversicherung
Der Ursprung der Versicherung
Die Geschichte der britischen Lebensversicherung begann im Jahr 1762 in London. Sie waren die ersten Versicherungen, die mathematische Berechnungen als Grundlage hatten und deren Beiträge altersabhängig waren. Die Versicherung, die erstmalig ein solches Angebot unterbreitete, war die Society for Equitable Assurances on Lives and Survivorships. Die Versicherung bildete später, im 19. Jahrhundert, auch die Grundlage für die Sterbekasse. Die ersten Ansätze der britischen Versicherung gab es allerdings bereits am Ende des 17. Jahrhunderts. Damals wurde das Produkt Lebensversicherung ins Leben gerufen, das in ähnlicher Form auch heute noch existiert. Die Gründung erfolgte im damaligen Lloyd´s Coffee House, das heute unter Lloyd´s of London international bekannt ist. Die Versicherungen standen zunächst nicht jedem offen und wurden nur vermögenden Personen angeboten, die auch die Idee zu den Versicherungen hatten.
Die Auswirkungen auf den Markt
Vor der Gründung des ersten Versicherungsunternehmens, war es Einzelpersonen, Handwerksgilden und -zünften vorbehalten Menschen zu versichern. Heute gibt es zahlreiche Versicherer. Die britischen Lebensversicherer haben allerdings wesentlich mehr Erfahrung, was sich auch auf Aktien bezieht, die in den britischen Produkten stark vertreten sind. Dies wirkte sich im Laufe der Jahrhunderte auf die Produkte aus, die heute einen Aktienanteil von über 55 Prozent aufweisen. Die historische Entwicklung verschaffte den Produkten einen enormen Vorsprung und die Produkte halten heute noch ein Marktvolumen von ca. 18 Prozent.
Trotz des historischen Vorsprungs gibt es aber bis heute keine eigenen Versicherungsbüros in Deutschland. Die angelsächsischen Versicherer vertreiben die Produkte in Deutschland nur über zertifizierte Unternehmen. Dies hängt mit der historischen Entwicklung Groß-Britanniens zusammen.


