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10.04.2009

Vertrauen in Altersvorsorge sinkt

Die Bundesbürger haben immer weniger Vertrauen in die Altersvorsorge. Nach einer aktuellen Umfrage sorgt sich inzwischen fast jeder zweite erwerbstätige Deutsche um seine gesetzlichen Rentenansprüche und befürchtet deutliche finanzielle Einschränkungen im Ruhestand. Doch auch die private Vorsorge hat an Vertrauen eingebüßt.
Das ist das Ergebnis der im Januar erstmals erhobenen Untersuchung "DIA-Deutschland-Trend-Vorsorge". Dazu hat das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) 1.032 Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren nach dem Rentensystem und nach ihrer persönlichen Vorsorge befragt sowie zusätzlich zehn weitere Studien ausgewertet. 46 % der Befragten gaben an, sich Sorgen um ihre Rentenansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung zu machen - bei der privaten Altersvorsorge sind inzwischen 25 % skeptisch, bei der betrieblichen Altersversorgung liegt der Wert bei 12 %. Die Ursachen für diese negative Einstellung dürften in der Finanzkrise und der aktuell schlechten Konjunkturlage in Deutschland liegen.
Bestätigt wird diese Vermutung durch einen Vergleich mit den Ergebnissen anderer Studien aus der näheren Vergangenheit. In einer Befragung im Jahr 2005 äußerten nur 37 % die Befürchtung, im Alter ihren Lebensstandard nicht halten zu können - heute liegt der Wert bei 72 %. Durch diese Sorge befeuert gaben 22 % der Erwerbstätigen bei der Befragung an, in den kommenden zwölf Monaten (weitere) private Vorsorgemaßnahmen treffen zu wollen. Denn mittlerweile glauben nur noch 36 %, bereits ausreichend fürs Alter vorgesorgt zu haben - in 2006 waren es nach einer anderen Studie noch 57 %. Doch nicht jeder ist in der Lage, mehr Geld in die eigene Altersvorsorge zu investieren: 40 % der Befragten gaben an, sich dies in ihrer derzeitigen finanziellen Situation nicht leisten zu können.
Dass der Lebensstandard im Alter nur gehalten werden kann, wenn sich Arbeitnehmer nicht nur auf die Auszahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung verlassen, wissen indes heute deutlich mehr Bundesbürger als noch vor einigen Jahren. Jeder dritte deutsche Erwerbstätige geht nach der Untersuchung des DIA inzwischen davon aus, seinen Lebensstandard im Alter deutlich senken zu müssen - vor rund zehn Jahren waren es nur 12 %. Bernd Katzenstein, Geschäftsführer des DIA, sieht darin einen "dramatischen Bewusstseinswandel in der Bevölkerung". Die Bundesbürger seien "deutlich realistischer" in ihrer Einschätzung.
Beitrag Nr. 154751 vom 05.02.2009
Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH

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