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15.10.2009

Private Krankenzusatzversicherungen auf dem Vormarsch

Angesichts des eingeschränkten Leistungsumfangs der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) befinden sich private Krankenzusatzversicherungen mehr und mehr auf dem Vormarsch. Laut einer aktuellen Studie des Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGovPsychonomics AG planen aktuell rund 400.000 Bundesbürger den kurzfristigen Abschluss einer entsprechenden Zusatzpolice.
Für ihre Untersuchung mit dem Titel "Abschlusspotenzial für Krankenzusatzversicherungen 2009" hat YouGovPsychonomics insgesamt 1.000 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Dabei kam heraus, dass gerade bei den in der GKV Pflichtversicherten die Bereitschaft, den Krankenversicherungsschutz zu erweitern, besonders hoch ist: Mehr als drei Viertel der generell am Abschluss einer privaten Krankenzusatzversicherung interessierten Befragten ist in der GKV pflichtversichert. Außerdem interessant: Zwei Drittel der Abschlussbereiten besitzen bereits eine Krankenzusatzversicherung, wollen ihren bereits bestehenden privaten Krankenschutz also zukünftig noch ausbauen.
Die Kölner Marktforscher von YouGovPsychonomics haben auch nach den beliebtesten Arten von Zusatzversicherungen gefragt: Auf Platz 1 landeten solche für Zahnersatz und Zahnbehandlung, gefolgt von Zusatzpolicen für Sehhilfen. Mit einigem Abstand folgen die Bereiche Auslandskrankenschutz, Heilmittelbedarf und Medikamentenzuzahlung.
Gefragt wurde auch nach den Auslösern für die Entscheidung, den Krankenversicherungsschutz durch private Zusatzversicherungen zu erweitern. Dabei kam heraus, dass soziale Kontakte hierbei eine besonders starke Rolle spielen. Für viele fällt die Entscheidung zum Abschluss einer Zusatzpolice offenbar durch Hinweise von Freunden, dem Arbeitgeber oder von Ärzten. Erfreulich für die Vermittlerbranche: Auch Versicherungsvermittler wurden mehrfach als Impulsgeber genannt. Die Mehrheit der Befragten (55 %) würde eine Zusatzpolice im Übrigen am liebsten direkt über ihre GKV abschließen - ein eindeutiger Hinweis dafür, dass das Potenzial am besten über eine engere Zusammenarbeit der gesetzlichen und privaten Krankenversicherer genutzt werden könnte. Das sieht auch der Leiter der Studie, Christoph Müller so: "Die gesetzlichen Krankenkassen sollten das hohe Vertrauen ihrer Kunden verstärkt nutzen und in Zusammenarbeit mit den privaten Krankenversicherungen attraktive Angebotspakete entwickeln", so Müller.

Quelle: LexisNexis Deutschland GmbH; V.i.S.d.P. Jens Hilge

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