Die geschichtliche Entwicklung der Lebensversicherungsgesellschaft “Alte Leipziger”

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Die Lebensversicherungsgesellschaft “Alte Leipziger” ist das größte Unternehmen der deutschen Versicherungsgruppe “Alte Leipziger – Hallesche Konzern”. In Deutschland zählt es mit Beitragseinnahmen von 1,2 Milliarden Euro und Kapitaleinlagen von etwa 13 Milliarden Euro zu den Top 20 der beitragsstärksten Lebensversicherern. Speziell für das Unternehmen “Alte Leipziger” arbeiten derzeit ca. 1.300 Mitarbeiter.
Bis ins Jahre 1819 bzw. 1830 geht die lange Versicherungstradition des Unternehmens zurück, da dies die Gründungsjahre der “Alten Versicherung AG” bzw. der “Alten Leipziger Versicherung auf Gegenseitigkeit” sind. Dabei begründete man auch schon während der Gründerjahre besonders durch die angebotenen Konditionen eine Pioniertätigkeit im Bereich Lebensversicherung. Denn aufgrund eines zuerst quartalsweisen und dann später monatlichen Prämienmodelles, einer Variabilität in der Länge der Versicherungsdauer, Beitragsfreistellungen und eines modernen Dividendensystem wurde gewährleistet, dass die Lebensversicherung mehr und mehr ein positives Echo in der gesamten Gesellschaft fand.
Das wuchs im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhundert weiter stetig an, da die Beitragszahlungen stetig höher wurden. 1901 trat das Reichgesetz in Kraft, das speziell privaten Versicherungsunternehmen galt. Dies war der Grund, warum man fortan von der Rechtsform her eine Gesellschaft für Gegenseitig war. Nach dem nahezu schadlosen überstehen des 1. Weltkriegs kam in den goldenen 20er Jahren der Weimarer Republik eine weitere Säule der Versicherung dazu, nämlich die betriebliche Altersversorgung.
Im 2. Weltkrieg wurde schließlich die Neukundengewinnung stetig schlechter, bis sie schließlich komplett stoppte. Als kurz nach dem Kriege 1945 unter sowjetischer Verwaltung jedoch sogar ein Verbot zur Fortführung des Unternehmens ausgesprochen wurde, bedeutete dies das endgültige Ende des traditionsreichen Firmenstandorts Leipzig. Daher wurde der Unternehmenssitz der “Alten Leipziger Lebensversicherung” 1946 komplett nach Westdeutschland verlegt, und zwar zuerst nach Bad Gandersheim, dann 1952 nach Frankfurt am Main und letztlich 1974 nach Oberursel im Taunus – wo er bis heute ist.

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