Wenn man sich bei Vertragsabschluss einer Lebensversicherung, oder nach Erhalt der Originalpolice das Kleingedruckte einmal genau durchliest, stößt man auf einige Fachbegriffe die einem nicht unbedingt bekannt sein müssen. Um diese Texte etwas verständlicher zu machen, haben wir nachfolgend einmal einige Fachbegriffe und Begriffserklärungen bei Lebensversicherungen aufgeführt.

 

Ba Fin Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Die BaFin beaufsichtigt und kontrolliert als Aufsichtsbehörde alle Bereiche des Finanz und Versicherungswesens in Deutschland.

Bezugsberechtigter
Der Bezugsberechtigte einer Lebensversicherung ist im Erlebensfall meistens der Versicherungsnehmer. Es sollte ein zusätzlicher Bezugsberechtigter für den vorzeitigen Todesfall benannt werden. Das Bezugsrecht kann widerruflich oder unwiderruflich festgelegt werden. Bei dem widerruflichen Bezugsrecht kann der Versicherungsnehmer selber das Bezugsrecht jederzeit durch Mitteilung an die Versicherungsgesellschaft ändern. Bei dem unwiderruflichen Bezugsrecht benötigt der Versicherungsnehmer zur Änderung die Zustimmung des Bezugsberechtigten. Bei Ablauf der Lebensversicherung, sowie im Todesfall erfolgt die Zahlung der Versicherung an den Bezugsberechtigten.

BVZL
Bundesverband Vermögensanlagen im Zweitmarkt Lebensversicherungen. Wer sich mit dem Verkauf einer Police beschäftigt, sollte sich ein Angebot von einem Mitglied des BVZL machen lassen, da es seröse Gesellschaften sind die den Kaufpreis in einer Summe auszahlen.

Garantiezins von Lebensversicherungen
Der Garantiezins von Lebensversicherungen wird vom Bundesfinanzministerium festgelegt. Der Zinssatz gilt für kapitalbildende Lebensversicherungen und Rentenversicherungen. Der bei Vertragsabschluss gültige Zinssatz gilt für die gesamte Laufzeit der Versicherung. Laufzeitverkürzung einer Lebensversicherung Wenn bei Vertragsbeginn die festgelegte Laufzeit der Lebensversicherung länger als die Mindestlaufzeit von 12 Jahren gewählt wurde kann diese im Nachhinein verkürzt werden. Achtung Durch Änderung der Laufzeit können sich steuerliche Nachteile ergeben. Man sollte sich vorher von einem Fachmann beraten lassen.

LVRG Lebensversicherungsreformgesetz
Mit dem Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz – LVRG) vom 1. August 2014 (BGBl. I S. 1330) sollen die Leistungsfähigkeit der Lebensversicherungen in Deutschland gesichert und die Verbraucher geschützt werden.

Rückkaufswert
Der Rückkaufswert einer Lebensversicherung ist der Betrag, der während der Laufzeit bei einer vorzeitigen Kündigung des Vertrags an den Versicherungsnehmer (VN) ausgezahlt wird.

Versicherungsdauer einer Lebensversicherung
Als Versicherungsdauer bezeichnet man den Zeitraum zwischen Versicherungsbeginn und Versicherungsablauf oder vom Versicherungsbeginn bis zum eintreten des Versicherungsfalls.

VN Versicherungsnehmer
Eine Lebensversicherung wird zwischen zwei Vertragsparteien, dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer abgeschlossen. Der VN wird dadurch Inhaber der Rechte und Pflichten wie z.B. der Beitragszahlung.

VP Versicherte Person
Als versicherte Person wird die Person bezeichnet auf die sich der Versicherungsschutz der Lebensversicherungspolice bezieht. Die VP kann eine natürliche oder juristische Person sein. Die versicherte Person hat im Gegensatz zum Versicherungsnehmer keine vertraglichen Verpflichtungen.