FAQs

Welche Vorteile bringt die Kündigung einer Lebensversicherung?

Richtig gekündigt, können Sie mit folgenden Vorteilen und Gewinnen rechnen:

  • Hohe Kosten vermeiden oder reduzieren – manche Verträge kosten mehr als Risikogewinne und Kapitalanlage erwirtschaften
  • Mehr Transparenz und Klarheit – Abschied von Versicherungsdeutsch, Zahlenwirrwar und Versicherungsprinzip
  • Unnötiger Risikoschutz wird abgeschafft – manche Risikokosten betragen 80% und mehr des gesamten Beitragsaufkommens
  • Finanzieller Spielraum wird verbessert – laufende Beiträge können anderweitig investiert werden, der Rückkaufswert steht zur Verfügung
  • Vorsorge erfährt eine bessere Wertentwicklung bzw. Rendite – manche (nicht alle) Verträge zeigen trotz Garantiezins nur magere 0,5% pro Jahr, das können dann selbst Termingeld oder Sparbrief besser
  • Sie erlangen mehr Kontrolle und Einflussnahme über Ihr Geld

Um die Vorteile einer Kündigung der eigenen Lebensversicherung zu erlangen, ist gezieltes Vorgehen wichtig!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihrer Police herausholen:

Option 1 selber kündigen

Sie beschäftigen sich mit unserer Checkliste und unseren Informationen auf den jeweiligen Seiten – insbesondere auch „vorher beachten“.

Vorteil

  • kostengünstig

Nachteil

  • mehr Aufwand
  • dauert länger
  • könnte riskant sein

Option 2 Kündigungsservice

Sie übertragen uns den Kundigungsservice und wir holen das Beste/Schnellste für Sie heraus

Nachteil

  • kostet 69 Euro

Vorteil

  • maximale und/oder schnellste Auszahlung
  • Sicherheit
  • sehr geringer Aufwand
  • keine Diskussionen mit dem Versicherer
  • Prüfung und Überwachung der Auszahlungshöhe
  • Abwicklung durch Rechtsanwalt und Versicherungs-Experten
Was kann die Kündigung einer Lebensversicherung kosten?

Die Kündigung der Lebensversicherung kann teuer werden, wir erklären warum.

  • Super-Gau Risikoverlust – Tdesfallschutz und wertvoller Berufsunfähigkeitsschutz im Wert von vielen zehntausend Euro kann unwiederbringlich verloren gehen!
  • Großschaden durch Risikozuschlag, Ausschluss und erhöhtes Eintrittsalter – selbst wenn die Kündigung zurückgenommen werden kann, sind die Beiträge danach oft deutlich teurer!
  • Kosten bezahlt, aber nichts davon gehabt – je nach Entwicklungsphase hat der Vertrag gerade das Ende des Kostentunnels erreicht – Prämien über viele Jahre können verloren gehen!
  • Je nach Vertrag kann jetzt gerade die spannende Zeit sein – die Wahrscheinlichkeit eines Leistungsfalles ist gerade sehr hoch – hohe Risikogewinne könnten durch die Kündigung verloren gehen!
  • Der Vertrag könnte vor einer hohen Wertgutschrift liegen – durch die Kündigung zum falschen Monat kann man unwissentlich auf beträchtliche Summen verzichten die kurze Zeit später vorhanden sind!
  • Die Kündigung kann einen Steuerschaden auslösen – hohe Summen von teilweise über 10% des gesamten Guthabens und mehr können abfließen!
  • Manche Vertragsarten sind nicht vollständig kündbar – es bleiben zum Teil hohe Werte zurück die man nicht übersehen darf!

Um möglichst den Schaden der Kündigung einer Lebensversicherung zu vermeiden, ist eine ordnungsgemäße Kündigung notwendig!

Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Beste aus Ihrer Police herausholen:

Option 1 selber kündigen

Sie beschäftigen sich mit unserer Checkliste und unseren Informationen auf den jeweiligen Seiten – insbesondere auch „vorher beachten“.

Vorteil

  • kostengünstig

Nachteil

  • mehr Aufwand
  • dauert länger
  • könnte riskant sein

Option 2 Kündigungsservice

Sie übertragen uns den Kundigungsservice und wir holen das Beste/Schnellste für Sie heraus.

Nachteil

  • kostet 49 Euro oder 69 Euro

Vorteil

  • maximale und/oder schnellste Auszahlung
  • Sicherheit
  • sehr geringer Aufwand
  • keine Diskussionen mit dem Versicherer
  • Prüfung und Überwachung der Auszahlungshöhe
  • Abwicklung durch Rechtsanwalt und Versicherungs-Experten
Was sind Schlussüberschüsse ?

Schlussüberschüsse – das unterschätzte Risiko

Die Bewertungsreserven sind in aller Munde. Doch wer hat in der Presse gelesen, dass einige Versicherer bereits sämtliche Schlussanteile bzw. Schlussüberschussanteile, die über Jahre angesammelt wurden, in einigen Rechnungsverbänden vollständig gestrichen – in anderen massiv gekürzt haben?

Die Erklärung der Versicherer in klaren und wenigen Worten (so werden Sie es selten in den Wertmitteilungen finden):

Sie profitierten in den vergangenen Jahren, und auch noch zukünftig von Ihren hohen Rechnungs- (Garantie-)zinsen. Mit 4% pro Jahr haben Sie eine Verzinsung, die an den Kapitalmärkten mit dieser hohen Sicherheit nicht zu bekommen ist. Daher geben wir Ihnen nur noch das, wozu wir durch die Garantie verpflichtet sind, und nicht auch noch freiwillig darüber hinaus.

Die Schlussanteile, die wir in den vergangenen Jahren ausgewiesen hatten, wurden Ihnen als nicht garantiert mitgeteilt. Deswegen nehmen wir sie jetzt wieder zurück, damit wir auch zukünftig Ihre hohen Garantien finanzieren können und auch den Kunden mit geringeren Garantiezinsen etwas mehr geben können.

Wir können nicht erkennen, dass wir Ihnen in den nächsten Jahren mehr als diese ausgesprochen hohen und attraktiven Garantiezinsen zuteilen werden. Erwarten Sie bitte daher in den nächsten Jahren für Ihren Vertrag keine Zuführung zu den Schlussanteilen. Wir bitten um Ihr Verständnis. Sie haben vor dem Hintergrund Ihrer starken und hohen Garantiezinsen weiterhin allen Grund zu Freude.

Welche Bedeutung haben diese Schlussüberschüsse für Ihren Vertrag?

a) Ihr Vertrag läuft noch einige Jahre. Die Rendite ist nicht von hohen Kosten belastet. Dann ist diese Mitteilung zwar etwas schade, aber Sie sollten sich nicht irritieren lassen. Der Vertrag ist weiter gut und stabil.
Falls Sie nicht sicher sind, ob das bei Ihrem Vertrag so ist, bestellen Sie doch unsern Kündigungs Service Maximal – anschließend werden Sie es wissen und können gut entscheiden wie es weiter gehen soll.

b) Ihr Vertrag besitzt einen hohen Risikoschutz. Bitte lesen Sie unter „Vorher beachten“ wie wichtig Ihr Risikoschutz sein kann.

c) Hohe laufenden Kosten verschlechtern die Performance Ihres Vertrages. In diesem Fall hilft Ihnen der Hinweis auf attraktive Garantiezinsen wenig, denn diese kommen bei Ihnen nicht an. Wir haben Verträge gesehen, die trotz 3% Garantiezins lediglich eine Wertentwicklung von 0,5% pro Jahr zeigen. Wenn nun auch noch Schlussanteile gestrichen werden, kann das zu einer kostspieligen Sache über Jahre werden. In diesem Fall sollte geprüft werden, wie der Vertrag optimiert oder angepasst werden kann. Als letzte Zuflucht mag die Kündigung besser sein als die Fortführung.

Mit unserem Kündigungsservice erhalten Sie Klarheit und Hilfe und eine konkrete Antwort auf diese Frage.

Was kann ich tun?

Sofern Ihre Schlussanteile bereits entfallen sind, gilt es über die zukünftig zu erwartende Rendite und den Wert der Risikoabsicherung zu befinden. Wir helfen Ihnen dabei.

Wenn Ihre Police derzeit 3% Garantiezins oder mehr besitzt, und die Schlussanteile noch vorhanden sind, dann ist eine Antwort auf die Frage: „Wie wirkt sich der Verlust meiner Schlussanteile aus?“ äußerst interessant. Denn vielleicht können Sie die Schlussanteile noch retten.

Beispiel vorher/nachher

Nachfolgend zeigen wir Ihnen einen Vertrag, der seine Schlussanteile tatsächlich verloren hat. Wie sah der Vertrag vorher und nachher aus. Dieses Beispiel hilft Ihnen dabei, den Vertrag nicht einfach jahrelang in der Schublade liegen zu lassen. Nutzen Sie die Hilfe Ihres Finanzberaters, Honorarberaters, Versicherungsmaklers oder Verbraucherschützers. Mit unserem Gutachten und einer qualifizierten Beratung besteht schnell Klarheit.

Beispiel: SV Sparkassen Versicherung

Steckbrief

Beginn 01.05.2001
Ablauf 01.05.2019
versicherte Person (VP) männlich
Geburtsjahr VP 1969
Zahlweise monatlich
Beitrag 179,87 Euro

Entwicklung in Euro

Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013
Schlußüberschuss Anteil 4.316,41 2.793,30 2.118,97 2.118,97 2.231,41 0,00
Erlebensfall Leistung Gesamt 47.635,81 46.173,52 45.663,03 45.063,76 45.080,70 43.592,72

Welche Fristen muss ich beachten?

Wie schnell komme ich an mein Geld?

Die schlechte Nachricht zuerst: Manche Verträge sind gar nicht kündbar!

Dazu zählt z.B. die sogenannte Basis- oder Rüruprente. Andere Verträge sind aus steuerlicher oder wirtschaftlicher Sicht praktisch unkündbar. Bevor Sie jetzt den Fehdehandschuh werfen – das mag gerade sehr unerfreulich für Sie sein, ist aber je nach Beratung in vielen Fällen durchaus angebracht. Ein besonders reiner Versicherungsvertrag der für den Versicherten besonders gute Dienste leistet ist nach der strengen Versicherungslehre aus gutem Grund nicht kündbar. Hier können Sie lediglich die Beitragszahlung einstellen und bekommen zum Ablauf des Vertrages die vereinbarte Versicherungsleistung (gekürzt um die Beitragsfreistellung) ausbezahlt.

Andere Verträge sind zu oder ab einem im Vertrag bestimmten Termin kündbar – vorher können Sie auch diese Verträge nur Beitragsfreistellen.

Die meisten Verträge sind zu Ihrer Hauptfälligkeit kündbar – bitte lesen Sie hierzu unseren Artikel „Was ist die Hauptfälligkeit“. Dies gilt meist für Verträge mit jährlicher Zahlweise oder ohne laufende Beiträge. Doch Vorsicht – wenn Sie der Versicherer großzügig vor dem vertraglichen Kündigungstermin kündigen lässt, hat das möglicherweise einen guten Grund – für den Versicherer!

Denn Verträge mit sogenannter unterjähriger Zahlweise (monatlich, halbjährlich, vierteljährlich) können Sie meist vor dr nächsten Hauptfälligkeit kündigen. Doch sollten Sie bedenken, dass manche Gewinne und Boni, die im laufenden Versicherungsjahr aufgesammelt wurden erst zur Hauptfälligkeit zugeteilt werden. Eine Kündigung vor diesem Zeitpunkt führt also dazu, dass Ihnen diese Werte verloren gehen.

Die häufigste Regelung die wir erleben und erlebt haben sieht eine Frist von einem vollen Monat zur Hauptfälligkeit oder zur nächsten Prämienfälligkeit vor.

Beispiel 1 Hauptfälligkeit

Die Hauptfälligkeit ist beispielsweise jeweils der 01. April jeden Jahres. Der Vertrag ist beitragsfrei. Sie sollten spätestens Mitte Februar per Einschreiben zum 31.03. des laufenden Kalenderjahres kündigen.

Befinden wir uns also gerade im Monat August, können Sie die Kündigung gleich zum 31.03. des Folgejahres aussprechen, oder Sie warten damit bis Mitte Februar des Folgejahres.

Beispiel 2 monatliche Zahlweise

Bei monatlicher Zahlweise können Sie in der Regel mit einer Frist von einem Monat kündigen. Haben wir beispielsweise den 3. März, können Sie zum 30. April kündigen. Doch Vorsicht, wie erwähnt gehen Ihnen dadurch ggf. Gewinne verloren, die erst zur Hauptfälligkeit zugeteilt werden.

Was sind Drittrechte ?

Rechte anderer (Dritter) Personen oder Unternehmen. Diese Rechte können die Kündigung Ihres Vertrages behindern oder sogar blockieren!

Wie es zu solchen Drittrechten kommt:

  • Sie haben z.B. ein Darlehen aufgenommen und diesen Vertrag zur Sicherheit bei der Bank „hinterlegt“. Dadurch besitzt die Bank oft eine Abtretung zu Sicherungszwecken.
  • Sie haben bei der Versicherungsgesellschaft ein Policendarlehen genommen, im Gegenzug liegen nun Rechte bei der Versicherungsgesellschaft
  • Sie haben den Vertrag abgetreten – das ist z.B. bei Verkauf, Beleihung oder Verpfändung – des Vertrages der Fall
  • Durch ein unwiderrufliches Bezugsrecht können Sie ebenfalls nicht frei über den Rückkaufswert oder die Versicherungsleistung verfügen

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Rechte oder Situationen die einer Kündigung zumindest teilweise im Wege stehen. Dazu zählen unter anderem:

  • Versorgungsausgleich im Scheidungsfall
  • Insolvenz
  • Gerichtliche Kraftloserklärung
  • Mehrere Personen sind Versicherungenehmer und müssen alle zusammen der Kündigung zustimmen
  • Ein juristische Person (z.B.) Firma ist Versicherungsnehmer (z.B. im Rahmen der beitrieblichen Altersversorgung) hier muss Klarheit darüber bestehen, wer im Namen der juristischen Person unterschreiben darf (z.B. Gesellschafterbeschluss, Auszug aus dem Handelsregister, Unterschriftenverzeichnis, Erklärung zur Geldwäsche)
Warum brauche ich die Originalpolice?

Sie wollen an das Geld Ihrer Lebensversicherung – aber nicht ohne die Police!!

Die Versicherungsgesellschaft wird in der Regel nicht auszahlen, solange Sie nicht den Versicherungsschein bzw. die Orginalpolice bzw. das gültige Ersatzdokument oder den gültigen Nachtrag im Original an die Gesellschaft gesendet haben. Manchmal verlangt der Versicherer neben dem Versicherungsschein auch den oder die gültigen Nachträge.

Sie können das oder die Dokumente gerade nicht finden? Kein Problem, mit dem Formular auf unserer Seite können Sie den Verlust qualifiziert anzeigen. In den meisten Fällen wird der Versicherer das akzeptieren und ein Ersatzdokument erstellen bzw. mit der Verlusterklärung den Rückkaufswert oder die Versicherungsleistung auszahlen. Manchmal allerding wird der Versicherer auf sein eigenes Formular bestehen, das er Ihnen zur Gegenzeichnung vorlegt.

In sehr seltenen und umstrittenen Fällen wird der Versicherer eine gerichtliche Kraftloserklärung verlangen. Diese Vorgehensweise ist deshalb umstritten, da es sich bei dem Versicherungsschein nicht eindeutig um ein Inhaberpapier handelt. Denn erfahrungsgemäß genügt die Vorlage der Originalpolice nicht alleine, um damit eine Auszahlung zu erlangen.

Wir sprechen hier rechtlich von einem sogenannten „hinkenden Inhaberpapier“. Dieses rechtliche Konstrukt erklärt sich wie folgt:

Der Versicherungsschein als solcher ist regelmäßig nicht auf den Inhaber ausgestellt, sondern auf eine konkrete Person.

In den Versicherungsbedingungen findet sich aber regelmäßig bzw. häufig folgende Inhaberklausel:

„Den Inhaber des Versicherungsscheins können wir als berechtigt ansehen, über die Recht aus dem Versicherungsvertrag zu verfügen, insbesondere Leistungen in Empfang zu nehmen. Wir können aber verlangen, dass uns der Inhaber des Versicherungsscheins seine Berechtigung nachweist.“

Durch diese Klausel wird der Versicherungsschein zu einem „Namenspapier mit Inhaberklausel“ (§ 808 BGB), also zu einem qualifizierten Legitimationspapier.

Dies hat zur Folge, dass der Versicherer durch die Leistung an den Inhaber auch dann befreit wird, wenn dieser materiell-rechtlich gesehen gar keinen Anspruch auf die Leistung hat. Diese Legitimationswirkung entfällt allerdings dann, wenn der Versicherer die Leistung gegen Treu und Glauben bewirkt (Vgl. Brömmelmeyer in Rüffer/Halbach/Schimikowski, VVG, § 4 Rn. 14).

Wenn ein Gläubiger beispielsweise die Abtretung ordnungsgemäß angezeigt hat, kann der Versicherer demzufolge nicht mehr schuldbefreiend an den Versicherungsnehmer leisten.

Zudem besteht die Tatsache, dass die Versicherer nach Vorlage des Versicherungsscheines grundsätzlich die Abtretungs- und Bezugsrechte prüfen. Diese übliche Vorgehensweise widerspricht im Allgemeinen der Natur eines Inhaberpapieres. Insofern lässt sich argumentieren, dass diese Vorgehensweise dem in den Versicherungsbedingungen geregelten Paragraphen widerspricht. Somit könnte der Natur des Inhaberpapieres widersprochen werden. Das ist ein zweichneidiges Schwert. Denn einerseits mag man damit die Verzögerung und den Zinsschaden einer gerichtlichen Kraftloserklärung entkommen; andererseits jedoch schützt die Natur des hinkenden Inhaberpapieres den Versicherungenehmer zusätzlich.

Fazit

Den Versicherungsschein besser gut aufbewahren, nicht verlieren und nicht in falsche Hände kommen lassen. Wenn es doch geschieht – unsere Verlusterklärung nutzen. Eine verzögerte Auszahlung nach Verlusterklärung nicht kamplos hinnehmen bzw. unsere Hilfe suchen.

Was sind Bewertungsreserven?

Dieser Tage wird viel über die Bewertungsreserven von Kapitallebensversicherungen berichtet. Es stellt sich die Frage: Ist es clever, seinen Vertrag wegen der Mitnahme der Bewertungsreserven schnell zu kündigen?

1) Risikoschutz
Die erste Frage die sich stellt: Benötige ich die Sicherheit, die der Risikoschutz meiner Police bietet weiterhin. Wer diese Frage mit „Ja“ beantwortet, kann seinen Vertrag getrost fortführen und sollte sich vom Thema Bewertungsreserven nicht irritieren lassen.

Mit Ihrem Vertrag können Sie, je nach Ausprägung, drei Arten von besonders wertvollem Risikoschutz besitzen:

  • Erstens die Absicherung Ihrer Hinterbliebenen im Falle des Ablebens. Dabei spielt die Todesursache meist keine große Rolle. Die Versicherungsgesellschaft zahlt eine Summe aus, die häufig deutlich über dem aktuellen Rückkaufwert liegt.
  • Zweitens eine Absicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit. In diesem Fall übernimmt der Versicherer die Beitragszahlung und ggf. zahlt er auch zusätzliche eine Rente an Sie aus.
  • Zudem haben Sie bei Rentenversicherungen meist eine lebenslange Rente versichert – dies schützt Sie davor, Ihr Kapital vorzeitig zu verbrauchen – leistet also bei langem Leben Sicherheit und Stabilität.

Wenn Sie sich unsicher sind, was dieser Risikoschutz jeweils kostet, wert ist und ob er noch zu Ihren Ansprüchen passt, empfehlen wir Ihnen, Ihren Versicherungsvertrag von uns analysieren und bewerten zulassen. Mit unserem Wertgutachten erhalten Sie verständliche Antworten auf diese Fragen. Lesen Sie hierzu mehr in dem Artikel „Wertgutachten“.

2) Welche Einfluss haben die Bewertungsreserven auf meinen Vertrag?
Bewertungsreserven können in einigen Fällen mehr als 10% des Rückkaufswertes betragen. Meistens liegt der Anteil deutlich geringer bei ca. 2% bis 4% des aktuellen Guthabens.

Einen sichtbaren Einfluss haben die Bewertungsreserven nur, wenn drei Aspekte zusammenwirken.

  • der Anteil der Bewertungsreserven am Guthaben Ihrer Police ist beträchtlich
  • der Vertrag besitzt nicht mehr ausreichend Laufzeit um sich von möglichen Einbußen der Wertentwicklung zu erholen
  • die Bewertungsreserven gehen tatsächlich verloren bzw. die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch. Dies ist der Fall wenn sich entweder – wie geplant – die gesetzliche Regelung ändert, oder die Zinsen signifikant steigen.

Den letzten Aspekt kann man heute als gegeben voraussetzen. Insofern kommt es darauf an, ob auch die anderen beiden Aspekte ausreichend vorliegen, um darüber befinden zu können, ob das Thema für Ihren Vertrag ausreichend Relevanz besitzt.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie nicht einfach kündigen. Durch unseren Kündigungsservice prüfen wir den Vertrag und dessen Bewertungsreserven.

3) Was kann ich tun?
Wenn Sie feststellen, dass die Bewertungsreserven keinen hohen Einfluss besitzen (siehe Punkt 2) können Sie Ihren Vertrag – zumindest hinsichtlich der Frage der Bewertungsreserven – mit gutem Gewissen fortführen. Wenn Sie feststellen, dass Sie Ihren wertvollen Risikoschutz weiterhin benötigen, sollten Sie sich nicht irritieren lassen und den Vertrag weiter fortführen.

Wenn hingegen der Einfluss der Bewertungsreserven beträchtlich ist, und der Risikoschutz keine wichtige Rolle spielt, kommt die rasche Kündigung des Vertrages ggf. in Betracht. Ob Sie allerdings noch rechtzeitig kommt, wird man wohl kaum seriös garantieren können.

Ein Verkauf einer solchen Police kommt meist nicht in Betracht, denn der Vertrag ist durch die hohen variablen Bewertungsreserven und die kurze Restlaufzeit riskant geworden und erfüllt somit nicht die Ankaufkriterien eines Aufkäufers hinsichtlich Sicherheit, Stabilität, Rendite und Performance.

4) Was sind Bewertungsreserven?
Dieses Thema ist von einigen Artikel der Tagespresse und auch dem Fernsehen bereits vielfach aufgegriffen worden. Wir zitieren an dieser Stelle einen aus unserer Sicht gut recherchierten Beitrag des GDV:

WAS SIND BEWERTUNGSRESERVEN?
Bewertungsreserven sind bilanzielle Buchgewinne von Wertpapieren. Sie entstehen, wenn der aktuelle Marktwert eines Wertpapiers oberhalb des ehemaligen Kaufwertes liegt. Wegen des anhaltenden Niedrigzinsniveaus bestehen derzeit sehr hohe Bewertungsreserven für festverzinsliche Papiere. Da die Versicherer ihre Papiere in der Regel bis zum Ende halten, sind dies jedoch keine tatsächlichen Erträge, sondern Scheinreserven, die sich am Ende wieder auflösen. Der tatsächliche Wert der Zinspapiere besteht in der regulären Ausschüttung der Zinsen von Jahr zu Jahr.

 

Was ist die Hauptfälligkeit?

Die Hauptfälligkeit ist der jährliche Geburtstag Ihrer Lebensversicherung!

Zu diesem Termin werden den Kapitalversicherungen meist Gewinne des abgelaufenen Versicherungsjahres gutgeschrieben. Meist ist die Jahresprämie zum Termin der Hauptfälligkeit zahlbar. Allerdings kann die sogenannte Prämienfälligekit auch von der Hauptfälligkeit abweichen. Diese Prämienfälligkeit gilt an sich auch bei unterjähriger (monatlicher, vierteljährlicher und halbjähriger) Zahlweise. Die Prämie ist zwar zu dem einen Termin fällig, aber für die verspätete – weil unterjährige – Zahlung wird ein Zins erhoben.

Die Hauptfälligkeit hat hinsichtlich der Kündigung zwei Bedeutungen. Einerseits ist der Vertrag manchmal vor der Hauptfälligkeit nicht kündbar. Andererseits werden dem Vertrag zu eben diesem Termin Werte zugeschrieben. So kann es beispielsweise sein, dass der Vertrag das gesamte Jahr über Zinsen ansammelt, die über den Garantiezins (Rechnungszins) hinaus gehen. Aber diese Beträge werden dem Vertrag erst nachträglich zu der Hauptfälligkeit zugeschrieben.

Die Prämien- oder ggf. abweichende Hauptfälligkeit hat noch eine andere wichtige Bedeutung. Es kann sein, dass der vom Versicherer genannte Rückkaufswert die sogenannte Prämienüberzahlung nicht enthält. Das bedeutet, dass die Prämien, welche über den Stichtag des Rückkaufswertes zeitlich hinausgehen und bereits bezahlt sind noch hinzu kommen können. Manchmal wird der Rückkaufswert inklusive dieser Überzahlung genannt, manchmal fehlt dieser Betrag – müsste also noch auf den vom Versicherer genannten Wert addiert werden.

Beispiel zur Bedeutung der Hauptfälligkeit:

Die Hauptfälligkeit eines Vertrages ist der 01. November jeden Jahres. Bei jährlicher Zahlweise kann der Vertrag nur zum 31. Oktober gekündigt werden. Bei monatlicher Zahlweise mag eine Kündigung beipsielsweise zum 01. August möglich sein. Dann aber hätte der Vertrag für die Monate November und Dezember des Vorjahres, sowie Januar bis Juli des aktuellen Jahres Gewinne angesammelt, die bei Kündigung zum 01. August verloren gehen.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, sollten Sie die Haupt- und Prämienfälligkeit bei Ihrem Versicherer erfragen. Diese Information sollte bei Ihrer Entscheidung, zu welchem Termin Sie kündigen eine Rolle spielen.

Fazit

Die Hauptfälligkeit ist wichtig und muss bei der Kündigung dringend berücksichtigt werden.

Warum eine Lebensversicherung verkaufen?

Was für den Verkauf einer Lebensversicherung spricht, anstatt zu kündigen:

Oder umgekehrt,ah alles was gegen eine Kündigung spricht (vergleiche Contra Kündigung) spricht auch gegen einen Verkauf, mit zwei Ausnahmen:

  • Der Verkauf ist nicht endgültig, er kann bei seriösen Käufern – wie Partner in Life – durch den Rückerwerb der Police rückgängig gemacht werden
  • Nach dem Verkauf bleibt in der Regel ein Risikoschutz erhalten – während bei der Kündigung der gesamte Risikoschutz meist vollständig erlischt

Von diesen beiden Apsekten abgesehen kann man daher sagen:

Wenn Sie zu dem Entschluss kamen, dass eine Kündigung nicht in Frage kommt, sollten Sie auch eine Alternative zum Verkauf suchen. Wenn aber eine Kündigung weiterhin in Betracht kommt hat der Verkauf im Allgemeinen folgende Vorteile gegenüber der Kündigung:

  • Der Kaufpreis kann (deutlich) höher sein, als der Auszahlungsbetrag nach Kündigung, den Sie vom Versicherer erhalten = Gewinn oder Kaufpreisaufschlag
  • Der Risikoschutz bleibt ggf. (teilweise) erhalten, obwohl Sie dafür keine Prämien mehr bezahlen müssen
  • Sofern Sie wieder über Geld verfügen und Ihre Police zurück haben wollen, bieten seriöse Käufer den Rückerwerb an, sofern und solange die Police auf eigene Rechnung (des Käufers) fortgeführt wird

Es bestehen auch Vorteile gegenüber einem Kredit oder einem Policendarlehen

Schon Dirk Müller schreibt in seinem Buch „Cash Kurs“ Sparen und gleichzeitig Kredite bezahlen ist nicht sinnvoll. Hinzu kommt, dass viele Kredit- und Darlehenskonditionen sehr teuer und unfelxibel sind. Wenn Sie auf den Risikoschutz Ihrer Police nicht verzichten wollen oder können, bieten spezielle Ankaufsmodelle entscheidende Vorteile:

  • Günstigere Kosten bzw. Zinsen als es Kredite oder Darlehen vermögen – der garantierte Festzins der Patner in Life S.A. beträgt beispielsweise derzeit 4,95% pro Jahr
  • Bei Krediten und Darlehen müssen Sie meist die Beiträge für die Police weiter zahlen – Ankaufsmodelle wie FlexCASH von Partner in Life übernehmen die Sparbeiträge vollständdig
  • Bei Krediten und Darlehen ist oft neben den Prämien auch die laufende Tilgung vorgesehen – der Ankauf verrechnet den Kaufpreis und den Zinsanspruch mit der Ablaufleistung oder dem Rückkaufswert
  • Bei Krediten und Darlehen bestehen oft feste Laufzeiten, Risikoverträge und Bindung an Laufzeiten – FlexCASH bietet hohe Flexibilität bei Änderungen Anpassungen vorzunehmen

Fazit

Der Verkauf ist nicht immer die bessere Wahl, aber häufig. Daher sollte vor der Kündigung geprüft werden, in welcher Weise der Verkauf an einen seriösen Käufer attraktive Vorteile bietet.