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…wenn man sich anschaut, wer im Jahr 2010 Meister im Lebensversicherung verkaufen war. Denn wer jetzt denkt, daß man speziell ausgebildet sein sollte, um eine Lebensversicherung verkaufen zu sollen, der irrt leider. So hat es zumindest den Anschein. Denn die meisten Lebensversicherungen wurden 2010 von Banken vertrieben. die gebundenen Vertreter aber auch die freien Makler und Versicherungsvertreter haben erhebliche Einbußen hinnehmen müssen.
Hin und Her…
Das geht laut Handelsblatt aus einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Towers Watson hervor. Erstaunlich ist, daß die Summe der verkauften Renten- und Lebensversicherungen insgesamt stagniert ist. Die Bankberater haben sich ein altbekanntes Sprichwort zunutze gemacht: „Hin und Her macht Taschen leer!“ Das gilt natürlich nicht für die Taschen der Bank oder der Vermittler. Diese alte Börsenweisheit weist darauf hin, daß ein ständiges Umschichten der Anlagen eher dem Vermittler oder Makler hilft, als daß es tatsächlich Substanz schafft.
…mach Taschen leer!
Die Banker haben nämlich einfach alte Kunden „überzeugt“, daß es derzeit keine bessere Alternative gibt, als von den bisherigen Anlagen genau jetzt in eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung umzusteigen. Denn interessant ist besonders, daß die Lebensversicherungen und Rentenversicherungen mit einer Einmalzahlung erheblich zulegen konnten. Diese Versicherungen haben eine Steigerung von 34% hingelegt. Erstaunlich, wie wenig auf den Kunden manche Beratungen zugeschnitten sind.
Gibt es neben Kapital-Lebensversicherungen auch…
…sinnvolle Anlagemöglichkeiten, wenn man für das Alter vorsorgen will? Dazu muß man sich einfach einmal anschauen, warum – mal abgesehen von einer eventuellen Renditechance – eine Lebensversicherung für den Vermittler besonders attraktiv ist: Wenn Ihr Berater – egal ob er bei einer Bank arbeitet, oder ob er selbständig ist – Ihnen einen Lebensversicherung verkaufen kann, bekommt er dafür eine Provision. Natürlich wird diese bei einem Angestellten nicht so hoch ausfallen, wie bei einem freien Makler, da ja die Bank auch für ein Festgehalt des Mitarbeiters gerade stehen muß. In Zeiten einer möglichen Gefahr durch Griechenland und andere marode EU-Staaten, in denen Banken große Teile – sagen wir einfach mal – ihrer Gelder angelegt haben, sind da natürlich Verflechtungen zwischen Banken und Versicherungen gerne gesehen. Immerhin investieren Lebensversicherungsgesellschaften sehr gerne im Bankensektor. Teilweise auch mit minderwertiger Absicherung, wenngleich die Bafin dem positiv gegenüber steht.
Sinnvoll ist heutzutage…
…was gut abgesichert ist und eine hohe Rendite bringt. Eine Lebensversicherung bringt eine Rendite zwischen 3 und 4% – auf das zu verzinsende Kapital! Das ist das, was nach Kosten und Provisionen noch übrig bleibt. Die Absicherung ist über eine Auffanggesellschaft gegeben. Alternativ bieten sich aber vor allem Sachwerte an, die es in sich haben. Grundbuchbesicherte Fonds schütten in diesen Zeiten Renditen aus, die gut und gerne doppelt so hoch sind, wie das, was einem von einer Lebensversicherung an kümmerlichem Zuwachs übrigbleibt. Das Prinzip ist einfach: Ein Fonds, der über Grundbuchabsicherung arbeitet hat ja zweierlei einnahmen: Erstens natürlich die Differenz von günstigem Ankaufspreis zu höherem Verkaufspreis. Diese läßt sich durch Marktkenntnis, Fingerspitzengefühl und gebündeltem Geld erreichen. Zweitens hat eine Immobilie während der Haltezeit einen inneren Wert: Die Mieteinnahmen! Das bedeutet, daß nicht nur Ihr Geld über das Grundbuch abgesichert ist, sondern auch, daß eine Rendite bei Nichtverkauf der Immobilie erwirtschaftet werden kann. Dadurch ergibt sich auch kein Handelszwang und die Fondsgesellschaft kann sich die Perlen herauspicken.
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Die Bilanzen deutscher Banken teilen sich auf in Aktiva und Passiva. Dabei beschreibt die Passivseite die Mittelherkunft und die Aktivseite die Mittelverwendung. Die Passivseite teilt sich in Eigenkapital und Fremdkapital der Bank auf. Fremdkapital beschreibt im weiteren Sinne die Kundeneinlagen. Bilanzrechtlich dienen die Passiva der Finanzierung der Aktivseite. Dies sind im einzelnen Kundenkredite und diverse andere Forderungen, beispielsweise gegenüber anderen Kreditinstituten.
Kundeneinlagen beschreiben Sparguthaben, Festgelder und auch Kontokorrentguthaben. Landläufig werden sie auch als die Ersparnisse der Kunden beschrieben. Aufgrund der Richtlinien durch Basel I und II, sowie den Entwürfen für die Eigenkapitalgrundsätze von Basel III, sind die Kreditvergabemöglichkeiten für Banken bilanziell begrenzt und bemisst sich an den Eigenkapitalvolumina der entsprechenden Bank.
Die der Bank zur Verfügung stehenden Mittel werden als Kredite wieder herausgegeben. Dies geschieht an andere Kunden zum Zwecke der privaten Finanzierung als auch zum Zwecke der Baufinanzierung. Dabei kommt den Kundeneinlagen eine besondere Bedeutung zu. Sie gelten als Refinanzierungsmöglichkeiten für die Bank. Diese sind besonders günstig, da sie nur geringe Zinsen zahlen, bei Kontokorrentguthaben werden oftmals sogar keine Zinsen fällig. Die Ersparnisse der Kunden, die die Kundeneinlagen darstellen, bieten den Banken daher gute Refinanzierungsmöglichkeiten um Kredite an Kunden und Kreditinstituten zu vermitteln.
Die Refinanzierung deutscher Banken wurde gerade im Hinblick auf die Finanzkrise 2008/2009 thematisiert. Da die Ersparnisse der Kunden als Kredite weiter vergeben wurden, bestand ein mittelbares Risiko für die anlegenden Kunden, ihre Ersparnisse durch die Insolvenz der Bank zu verlieren. Dies ist nach wie vor ein Risiko, welches Anleger haben, da die Kredite auch ausfallen können. Das heißt, die Kreditnehmer können keinen Kapitaldienst erbringen, um den Kredit ordnungsgemäß zu bedienen. In Deutschland schützt die privaten Anleger davor jedoch der Einlagensicherungsfonds.
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Die Finanzkrise nährt sich dem Ende und nun wird aufgeräumt. Auch in Deutschland ist eine Bankenabgabe bereits auf dem Weg. Auch Frankreich und Großbritanien sind für eine Strafgebühr. Der britische Premier Brown wünscht sich hingegen eine globale Bankensteuer.
Der britische Premierminister Grodon Brown versucht eine Näherung in der Bankenfrage zu erreichen. Immerhin seien Deutschland, Frankreich und Großbritanien mit dem Grundsatz einer Steuer auf einem Kurs. Nun hoffe er, dass auch die USA auf diesen Zug mitaufspringen.
Zwar werde dieses Ziel noch nicht im nächsten G20 – Gipfel im Juni diesen Jahres besprochen werden, aber spätestens in der übernächsten Zusammenkunft will Brown eine Einigung mit den größten 20 Volkswirtschaften erreicht haben. Momentan ist der größte Kritiker dieser Idee Kanada, das an dem Sinn dieser Sondersteuer zweifelt.
In Deutschland wurde eine Bankenabgabe bereits Ende März umgesetzt. Mit der neuen Strafgebühr und einhergehenden schärferen Sanktionen, die sich nun auf alle Institutionen beziehen, soll eine erneute Finanzkrise verhindert werden. Durch die Abgabe werden riskante Geschäfte eingedämmt, was verhindert, dass erneut einzelne Großbanken ganze Volkswirtschaften wie in Island zerstören.
Noch sei es jedoch unsicher, ob Großbritannien die Vermögenswerte oder die Risiken der Banken besteuern wird. Des Weiteren fehlt jedwede Vorstellung, in welcher Größenordnung sich die Steuer bewegen soll. Die deutschen Pläne sehen vor, dass jährlich bis zu 1,2 Milliarden Euro in die Krisenfonds fließen sollen. Amerikanische Schätzungen sagen für ihr Land rund 10 Milliarden US Dollar vorraus (ca. 7,5 Mrd. Euro). Merkel und Brown stimmten darin überein, dass jeder Staat selbst über diese Einnahmen verfügen sollte.
Auch könnte ein Teil des Geldes in die Entwicklungshilfe und den Klimaschutz geleitet werden – So der Vorschlag von Jose Manuel Barroso, Präsident der EU – Kommission. Die Verwendung in Deutschland als Krisensicherung sieht Brown als Gefahr. So würden die Banken zu einem noch riskanterem Finanzverhalten gereizt. Schließlich hätten sie nun für eine Versorgung gesorgt.
Fraglich ist weiterhin auch, wieviel die einzelnen Banken zahlen müssen. Den Plänen der Bundesregierung zu folge werden den Löwenanteil (rund 900 Mio. Euro) die privaten Banken tragen müssen, da diese das größte Risiko in ihren Geschäften tragen. Aber auch öffentlich – rechtliche Landesbanken, Sparkassen und Volksbanken werden wohl zahlen müssen.
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Wenn am 26. und 27. Juni die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer in Kanada zusammentreffen, werden sie vor allem über die Neuregulierung des Bankenwesens diskutieren. Welche Konsequenzen müssen aus der Finanzkrise gezogen werden und in welchem Maße lassen sich zwecks Schadensbegrenzung die Banken in die Pflicht nehmen?
Eine allgemein strengere Regulierung des Finanzmarktes, neue und höhere Eigenkapitalvorschriften, eine Finanztransaktionssteuer oder Bankenabgaben bereits im Vorfeld wurden auf nationaler Ebene zahlreiche Vorschläge gemacht und verworfen oder auf die Tagesordnung des Gipfeltreffens gesetzt. Vorschläge, die wie nicht anders zu erwarten bei den Banken selbst nicht gerade auf Gegenliebe treffen. Im Gegenteil: Der Internationale Bankenverbund (IIF) hat nun einen 160 Seiten starken Bericht veröffentlicht, in dem das Schreckensbild einer eklatanten Bedrohung der Finanz- und Real-Wirtschaft gemalt wird, würden diese Vorschläge umgesetzt. So wird etwa ein Rückgang des Bruttoinlandproduktes der USA, der Euro-Zone und Japans um jährliche 0,6 Prozentpunkte für die kommenden 5 Jahre prognostiziert, am schlimmsten werde es die Euro-Zone treffen, in der es zu einer Wachstumsminderung von 4, 3 % komme. Geringeres Wachstum aber habe auch zur Folge, dass weniger Jobs als Zahlenwert wurde eine Größe von 10 Millionen genannt , geschaffen werden könnten. Zudem müssten die Banken aufgrund eines erhöhten Kapitalbedarfs diese Kosten an die Kunden weitergeben und ihre Kreditvergabe drastisch einschränken.
Diesem Worst-Case-Szenario widersprach der Chefvolkswirt der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Stephen Cecchetti, der die Auswirkungen für weniger bedeutsam hält. Cecchetti zufolge basiert die Einschätzung des IIF auf der Prämisse, dass sich am Verhalten der Banken grundsätzlich nichts ändern werde. Zudem gehe man in dem Bericht von den maximalen Auswirkungen aus. Nout Wellink, der Vorsitzende des Baseler Gremiums, das Vorschläge für eine Neuregulierung erarbeitet hat, ist ebenfalls nicht davon überzeugt, dass der schlimmste Fall eintreten werde, seiner Einschätzung nach ist eine weltweite Wachstumsminderung von lediglich 0,5 bis 1 % zu erwarten.
Einigung wird es auf dem Gipfel in Kanada aber wohl ohnehin nicht geben, denn die USA und Großbritannien haben sich bereits gegen Bankabgabe und Transaktionssteuer ausgesprochen. Ob Deutschland aber in einer solchen Angelegenheit den Alleingang wagen wird, bleibt noch dahingestellt.
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