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Die Lüge vom Garantiezins

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Provokant. Der Garantiezins ist ja nun einmal eine staatliche Garantie, wenn man so will. Der Garantiezins als solches ist auch nicht mit dieser Lüge gemeint. Es geht vielmehr darum, wie Ihre Lebensversicherungsgesellschaft versucht, Ihnen eine Lebensversicherung verkaufen zu wollen. Und das möglichst jetzt noch im „Jahresendgeschäft“. Also sozusagen als Weihnachtsgeschenk für die Vermittler, denn die Provisionen sind für Kapital-Lebensversicherung schnell mal im vierstelligen Bereich.

Was zählt für Sie?

Für Kunden, denen Vermittler eine Lebensversicherung verkaufen wollen, zählt doch folgendes: Wie hoch ist die tatsächliche Rendite? Und da hört der Spaß auf – beim Geld! Die Rendite der Lebensversicherung setzt sich zusammen aus der Garantieverzinsung und der Überschußbeteiligung. Die Garantieverzinsung war bis 31.12.2011 bei 2,25%. Im Schnitt schütten Lebensversicherungen ca. 4% aus (wohlgemerkt auf den Sparanteil – dazu später mehr!). Das bedeutet, Sie bekommen 2,25% als Garantiezins und zusätzlich 1,75% Überschußbeteiligung. Was ändert sich jetzt ab 2012? Im Grunde nicht viel. Denn dann bekommen Sie – sofern die Rendite der Lebensversicherung gleichbleibt – 1,75% Garantiezins und 2,25% Überschußbeteiligung.

Macht zusammen?

Genau, wenn Sie das wieder zusammenrechnen, kommen Sie exakt auf die allergleiche Zahl, nämlich 4%. Was ändert sich damit für Sie als Kunden, dem man eine Lebensversicherung verkaufen will? Nichts. Exakt. Lassen Sie sich daher von Ihrem Berater nicht unter Druck setzen, jetzt noch schnell eine Lebensversicherung abzuschließen. Wichtig ist die Gesamtrendite einer Anlage und die Absicherung, die Sie als Kunde erhalten. Und damit wenden wir uns diesem Thema zu.

Die Gesamtrendite Ihrer Lebensversicherung

Natürlich weiß ich nicht, wie die Berater Ihrer Gesellschaft die Lebensversicherung verkaufen. Aber ich weiß, daß nicht alle Kunden immer wissen, daß die Rendite sich nur auf den Sparanteil der Lebensversicherung bezieht. Der Beitrag wird um einige Posten geschmälert – und damit auch Ihre Rendite. Zunächst einmal müssen Sie den Berater, ja die Person die mit dem Verkaufen von Lebensversicherungen ihr Geld verdient, bezahlen. Die Gesellschaft überweist zwar die Provision, aber zahlen muß das immer der Kunde. Zum zweiten haben Sie natürlich auch einen Risikoschutz erworben, als Sie die Lebensversicherung abgeschlossen haben. Die Kosten dafür werden ebenfalls von Ihrem Beitrag entrichtet. Und natürlich werden auch die Kosten für die Verwaltung eines Vertrags abgezogen. Diese Kosten sind umso höher, je mehr Raten Sie pro Jahr bezahlen. Das kennen Sie von Ihrer Autoversicherung, wer jährlich bezahlt, kommt günstiger weg, als wenn er vierteljährlich bezahlt.

Was bleibt unterm Strich?

Gerade in den Anfangsjahren werden die Kosten für die Lebensversicherung höher sein, als die zu erwartende Rendite aus dem Sparanteil. Dadurch wächst der Rückkaufswert nicht so, wie Sie Beiträge einzahlen. Wenn Sie dann darüber nachdenken, die Lebensversicherung verkaufen zu wollen, sind Sie zwar auf dem richtigen Weg, müssen aber eventuell zu den bezahlten Beiträgen immer noch Abstriche machen.
Das weitere ist die Absicherung der Sparanteile. Die Lebensversicherung arbeitet mit Ihrem Geld. Und dieses Geld wird nicht nur in Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland investiert. Denn da gibt es aktuell weniger Zinsen als es die Garantieverzinsung vorschreibt. Rund 1,6% bekommt man derzeit für die 10 Jahre laufende Anleihe. Grundsätzlich ist Ihre Lebensversicherung über eine Auffanggesellschaft abgesichert, solange diese noch genügend Geld im Topf hat, ist das auch kein Problem. Was aber, wenn das Geld da knapp wird? Dann schauen Sie eventuell in die Röhre!

Alternativen?

Bevor Sie sich dazu entscheiden, überhaupt eine Lebensversicherung für Ihre private Altersvorsorge abzuschließen, sollten Sie darüber nachdenken, ob das die richtige Strategie für Sie ist! Brauchen Sie eine Risikoabsicherung? Paßt die Höhe für Sie? Brauchen Sie eine höhere Rendite, um Ihr Ziel zu erreichen? Sinnvoll ist eine Anlage in Sachwerte, die eine eigene, sozusagen innere Rendite haben, und die eine hohe Wertsteigerungschance haben. Mit Immobilien ist so etwas besser möglich als mit Gold und Silber, denn Edelmetalle produzieren keine Eigenrendite, sondern haben nur die Chance auf eine Wertsteigerung. Was aber, wenn Gold wieder unattraktiv wird? Was, wenn der Preis zusammenbricht? „Gewohnt wird immer“, sagt Dr. Jonas Köller, Vorstand der Deutschen S&K Sachwert AG. Und was denken Sie – hat er recht?

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Künftig Beitragserhöhungen bei privaten Krankenversicherern wegen zu niedrigen Zinsen

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In der Privaten Krankenversicherung ist eine gewisse Berufsgruppe, wie Selbständige, Beamte oder Angestellte und Studenten zu finden. Die Leistungen sind einfach höher als bei der gesetzlichen Krankenversicherung. Die medizinische Versorgung ist wesentlich besser und oftmals werden auch alternative Behandlungsmethoden mit bezahlt. Bei Beamten wird wieder etwas anders gerechnet, denn sie sind beihilfefähig, allerdings ist dies auch in jedem Bundesland etwas anders geregelt. Aber mehr als 80% ist nicht beihilfefähig. Um diese restlichen 20% abzudecken, werden die privaten Krankenversicherungen abgeschlossen. Die Kosten für diese Versicherung richten sich nach dem Einkommen.
Leistungen
Bei der privaten Krankenversicherung werden alle Behandlungen übernommen, meist auch noch Akupunktur oder aber Heil- und Krankengymnastik. Die Versicherer sind der Meinung, dass die Ärzte bei Privatversicherer mehr Leistungen abrechnen als bei den gesetzlich Versicherten. Deswegen sind sie auch der Ansicht, dass hier etwas mehr gespart werden müsste.
Beitragserhöhungen
Momentan sieht es danach aus, als würde es im nächsten Jahr eine massive Erhöhung der Beiträge geben. Grund hierfür ist der niedrige Marktzins. Durch die wirtschaftliche Lage ist es nicht gelungen die erwarten Zinsen zu erwirtschaften und aus diesem Grund wird es wahrscheinlich zu einer Beitragserhöhung von 6 bis 8 % geben. Es gibt zwar einige Versicherungsanstalten, die genug Zinsen erwirtschaftet haben, aber die sind eher selten.
Außerordentliche Kündigung
Sollte die Beitragserhöhnung wirklich im kommenden Jahr eintreten, haben die Mitglieder das Recht zu einer außerordentlichen Kündigung, das heißt sie können bei einer vierwöchigen Kündigungsfrist die Versicherung wechseln.
Neuste Meldungen
Neusten Meldungen zufolge gibt es keinen Anlass zur Annahme, dass die Beiträge erhöht werden. Das Bundesfinanzministerium schreibt einen Unterwert von 3,5% vor, dass die älteren Kunden auch noch gut versorgt sind. Laut Pkv Chef wurden 2009 4,2% Zinsen erwirtschaftet, so dass keinerlei Anlass gegeben ist die geforderten 3,5% Zinsen zu halten. Deswegen schließt er auch eine Beitragserhöhnung aus. Weiterhin sei das Ziel der privaten Krankenkassen, bei den Ärzten zu sparen, da es nicht immer eine medizinische Indikation gäbe um die Leistungen zu rechtfertigen. Für den Versicherungsnehmer ist es jedenfalls sehr sinnvoll einen Vergleichsrechner in Anspruch zu nehmen und dadurch eine menge Geld zu sparen, auch Angebote von anderen Versicherungen und ihren Leistungen sind hilfreich.

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„Rückwärts sparen“ – und die Folgen…

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Viele Menschen – vielleicht sogar alle – denken, der Urlaub sei die schönste Zeit des Jahres, in der man es sich richtig gut gehen lassen sollte. Das ist auch sicher sehr schön und angenehm. Aber so manch einer lebt dann in dieser Zeit auch etwas übers Budget.

Kredit für einen Urlaub?

Es ist keine Seltenheit, daß für den Urlaub Kredite aufgenommen werden, die dann in den nächsten zwölf oder sogar vierundzwanzig Monaten wieder zurückgezahlt werden (müssen). Die Folgen sind für viele gar nicht abschätzbar. Vielleicht will der eine oder andere sie auch gar nicht bewußt wahrnehmen. Nichtsdestotrotz: Die Folgen können fatal sein – insbesondere auch für die Altersvorsorge!

Wenn wir von einem einfachen Beispiel ausgehen, der Urlaub kostet für die ganze Familie 5.000 Euro, dann würde die monatliche Rate bei ca. 420 bis 435 Euro liegen, je nachdem, wie Ihre Bank Ihre Bonität einschätzt. Dann liegen die Kosten für diesen Kredit, also die Zinsen bei 40 bis 220 Euro. Das wäre sicher noch zu verschmerzen. Wenn Ihre Bank aber der Meinung ist, daß Sie nicht die „beste Bonität“ besitzen, oder Sie sich gegen das Ausfallrisiko beispielsweise durch den Verlust des Arbeitsplatzes schützen sollten, dann kann das unangenehm teuer werden. Dann kostet der Kredit auf einmal 450 oder noch mehr im Monat…

Aber ist das schlau?

Schlau ist es doch, wenn man seine Kosten soweit herunterfährt, daß man gleichzeitig noch Vermögen aufbauen kann. Denn wer in jungen Jahren schon Geld zurücklegen kann, den braucht das Alter nicht zu schrecken. Dann braucht man sich auch keine unrentable Lebensversicherung aufschwätzen zu lassen, weil man Panik bekommt.

So sieht eine schlaue Geldanlage aus!

Stellen Sie sich vor, Sie sparen stattdessen den Urlaub übers Jahr zusammen und geben nur die Hälfte aus, also 2.500 Euro. Auch das ist möglich. Und da ist auch für eine vierköpfige Familie mehr drin als nur „Balkonien“ und „Terrassia“. Den restlichen Betrag, also rund 200 Euro im Monat legen Sie sinnvoll zur Seite. Sie sparen in eine Sachanlage. Denn der Sachwert wird langfristig immer den Geldwert schlagen. Bei einer Rendite von 9,675% (auch das ist möglich, fragen Sie unsere Experten!) ist folgendes Szenario gegeben:

Die Ansparphase und Ruhephase

Sie sparen zunächst einmal für neun Jahre an. Pro Jahr sparen Sie 2.400 Euro an, die natürlich auch verzinst werden. Insgesamt zahlen Sie in den neun Jahren 21.600 Euro ein. Danach kommt eine Ruhephase, in der das Geld arbeitet.
Haben Sie sich eigentlich schon einmal gefragt, warum Sie beispielsweise in eine Lebensversicherung bis zum letzten Monat einzahlen müssen? Wo liegt da der Sinn? Sind es vielleicht die internen Kosten, die den Versicherer dazu verleiten? Aber gut, in unserem Beispiel ruht das Geld für drei volle Jahre und schuftet für Ihre Altersvorsorge. Die Ansparphase und die Ruhephase (für Sie – nicht für das Geld!) dauern zusammen exakt zwölf Jahre, das kennt man ja auch von der Lebensversicherung. Dann aber kommt das Schöne:

Das schöne Erwachen!

Nach zwölf Jahren erhalten Sie eine Auszahlung. Eine Überweisung von Ihrem Vermögensverwalter, der Ihnen rund 46.000 Euro anweist. Fairerweise – der Lebensversicherung fair gegenüber – muß man natürlich sagen, daß der Ertrag, also gut 24.400 Euro kapitalertragssteuerpflichtig sind. aber das ist ja hier auch nur ein Beispiel, was man mit einer intelligenten Anlagestrategie erreichen kann. Und dann vergleichen Sie mal diesen Betrag mit dem Auszahlungsbetrag Ihrer Lebensversicherung…

Zum guten Schluß

Natürlich wäre bei einer solchen Anlageform Ihr Geld nicht in windigen Griechenland-Papieren oder ähnlichem angelegt. Sie bekommen sogar eine Absicherung über eingetragene (deutsche) Grundschulden. So macht auch der Urlaub wieder Spaß!

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Finanzierung und Lebensversicherung? AHA

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Haben Sie schon einmal eine Finanzierung für eine Immobilie bei einer Bank angefragt? Gerade bei jüngeren Kunden, die noch nicht über hohes Eigenkapital und beste Bonität verfügen – und die vielleicht auch etwas unerfahren sind – versuchen Banker gerne eine Lebensversicherung zu verkaufen.

Unerfahren = Dumm?

Manch einer mag versucht sein, junge Menschen, die in Finanzdingen noch unerfahren sind, als „dumm“ hinzustellen. Dem muß man ganz klar widersprechen. Wer sich von seiner Hausbank, die ja oft auch schon die Eltern betreut hat, eine offene und kundenorientierte Beratung wünscht, ist sicher auch schon einmal enttäuscht worden. Der Druck, der auf Bankmitarbeitern lastet ist nicht ganz unerheblich. Viele Kreditinstitute schreiben ja sogar vor, welche Produkte in welchen Volumen verkauft werden müssen.

Wenn Bankmitarbeiter also Lebensversicherungen verkaufen, liegt das nicht unbedingt daran, daß eine Lebensversicherung das Allheilmittel – insbesondere in der Baufinanzierung ist. Was soll man aber als Kunde machen? Diese Lebensversicherung kündigen oder seinerseits wieder verkaufen? Das geht wohl eher schlecht, denn die Bank hat sich da mit Sicherheit eine Abtretung eintragen lassen. Und damit ist ohne Zustimmung der Bank mit der Versicherung nichts anzufangen – nicht mal eine Beitragsfreistellung!

Die Lebensversicherung verkaufen geht nicht – was dann?

Wenn Sie eine Lebensversicherung als Bestandteil einer Baufinanzierung abgeschlossen haben, können sie diese selbstverständlich nicht einfach auflösen oder verkaufen. Wahrscheinlich sind Ihre Gestaltungsmöglichkeiten ohnehin eher gering, falls Sie nicht mittlerweile ein besseres Standing bei der Bank haben, eine Umfinanzierung ansteht, oder der abbezahlte Betrag schon recht hoch ist. Falls Sie sich aber gerade mit einer neuen Baufinanzierung auseinandersetzen (müssen), sollten Sie darauf bestehen, daß die Lebensversicherung, die man Ihnen verkaufen will, keine Kapital-Lebensversicherung ist. Denn dann fällt auch die Provision für den Berater geringer aus. Statt einiger tausend Euro beträgt die Provision dann nur noch einige hundert Euro, die Beiträge sind geringer und der Schutz für den Todesfall ist genauso gegeben.

Auf gar keinen Fall!

Auf gar keinen Fall sollten Sie mit der Bank einfach so eine Tilgungsaussetzung und endfällige Tilgung durch die Lebensversicherung ausmachen. Die Gründe, ja es sind gleich mehrere, liegen offen auf der Hand: Ihre Bank wird Ihnen niemals eine Zinsgarantie bis zur Endfälligkeit geben, oder Sie müssen diese lange Zinsbindung mit einem entsprechenden Aufschlag bezahlen. Zum anderen wissen Sie nicht, ob Ihre Lebensversicherung die vom Berater ausgerechneten Beträge auch tatsächlich zur Auszahlung bringt. Oftmals werden nämlich auch die Überschüsse in eine Berechnung der Schlußzahlung mit eingerechnet. Was aber, wenn Ihre Lebensversicherung nicht so gut verzinst wird, die Gesellschaft also nur die Garantiezinsen bringt?
Die Tilgungsaussetzung und endfällige Tilgung mit einer Lebensversicherung mag unter bestimmten Voraussetzungen angebracht sein. Das Vorliegen dieser sollte aber immer von einem unabhängigen Experten geprüft werden, bevor Sie sich auf einen Vertrag einlassen.

Ein guter Rat

An dieser Stelle können wir natürlich keinerlei rechtsverbindliche Beratung geben. Wenn Sie sich in der Situation befinden, daß Ihre Hausbank auf dem Abschluß einer Kapital-Lebensversicherung besteht, sollten Sie ernsthaft die Geschäftsbeziehung überdenken. Denken Sie daran, daß ein Todesfallschutz auch mit einer Risiko-Lebensversicherung, die einen wesentlich geringeren Beitrag hat, machbar ist. Wenn der Todesfallschutz also das Argument für das Abschließen der Lebensversicherung ist, sollten Sie den Abschluß dieser günstigen Variante in Erwägung ziehen.

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Wie sicher ist eine Lebensversicherung?

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Eine Lebensversicherung gilt hierzulande immer noch als Bastion für die Altersvorsorge. Der Aspekt Sicherheit spielt da sicher eine große Rolle. Wobei Sicherheit da ja auch ein zweischneidiges Schwert ist.

Sicherheit für den Konzern

Die großen Lebensversicherer sind sicher relativ wenig von Schwierigkeiten auf den Kapitalmärkten betroffen. Immerhin ist die Aktienquote bei Lebensversicherern generell bei knapp unter 5%. Dennoch kann es ungemütlich werden, denn viele Versicherer legen das Geld in vermeintlich sicheren Pfandbriefen und ähnlichen Instrumenten an. Bei Pfandbriefen ist – wie auch sonst immer – die Garantie immer so gut wie der Garantiegeber. Das sind oftmals Banken. Jetzt wollen wir an dieser Stelle nicht darüber spekulieren, ob der deutsche Staat Banken über die Klinge springen lassen würde, die Sicherheiten für die deutschen Lebensversicherer gegeben haben. Wahrscheinlicher ist da doch eher eine Zwangsverstaatlichung, falls es zum Fall der Fälle – einer drohenden Insolvenz des Garantiegebers – kommen sollte. wobei sich ja auch ein (oder mehrere) Banker ruck zuck mal um 55 Milliarden verrechnen kann…

Die Sicherheit für die Konzerne scheint also schon einmal gegeben. Allerdings sieht das VAG, das Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen, im §89 vor, daß „alle Arten Zahlungen, besonders Versicherungsleistungen, Gewinnverteilungen und bei Lebensversicherungen der Rückkauf oder die Beleihung des Versicherungsscheins sowie Vorauszahlungen darauf“ zeitweilig verboten werden können. Da mag sich nun jeder seinen Teil dazu denken. Fakt ist aber, daß durch dieses Gesetz die Möglichkeit besteht, daß Sie als Versicherungsnehmer, wenn Sie Ihre Lebensversicherung kündigen oder endfällig ausgezahlt haben wollen, leer ausgehen könn(t)en.

Sicherheit auch für den Kunden?

Viele Versicherungsverträge werden mit einer Laufzeit von 30 Jahren und in einzelfällen sogar auch länger abgeschlossen. Der Hintergrund ist klar: Mit einer kleinen Beitragszahlung sollen so große Summen im Alter erreicht werden, die dann ausgezahlt werden. Was viele vergessen: Auch der Versicherungsvertreter will natürlich bezahlt werden. Das schmälert die Rendite insbesondere in den Anfangsjahren der Versicherung erheblich, denn die Versicherungsgesellschaft stellt Ihnen die Abschlußkosten voll in Rechnung und rechnet diese Beträge ratierlich von Ihren Beiträgen runter. Sobald die Stornohaftung für den Vermittler der Kapital-Lebensversicherung abgelaufen ist, ist auch dieser mit seiner Provision in Sicherheit. Aber was ist mit dem Kunden?

Der Kunde zahlt brav und fleißig jeden Monat seine Beiträge in die Versicherung ein. Die versprochene Verzinsung, also die Garantiezinsen und die Überschüsse, sollen so einen Batzen zum selbst eingezahlten Kapital beisteuern. So manch einer wähnte sich schon als Millionär im Altersruhestand. Doch weit gefehlt: Zunächst werden nach den Abschlußkosten auch die Risikoprämien einbehalten und nicht verzinst – auch dann natürlich, wenn es nicht zum Leistungsfall kommen sollte! Das ist ja auch recht und billig, bei Ihrer Haftpflichtversicherung bekommen Sie ja auch keine Beiträge zurück. Aber das war noch nicht alles: Für die Verwaltung Ihres Vertrags nimmt sich die Gesellschaft ebenfalls noch einen Teil des Kuchens, so daß kaum mehr als ein paar Krümel (na ja, bildlich gesprochen, real natürlich mehr!) übrig bleiben, um für das Alter vorzusorgen. Bis zu 30% der Beiträge verschwinden so von Ihrem Konto. Und davon bekommen Sie natürlich auch keine Zinsen.

Was bleibt ist ein fahler Beigeschmack. Von Sicherheit kann da wohl keine Rede sein, denn letzten Endes sind nur die Garantiezinsen festgeschrieben. Und die betragen ab 2012 nur noch 1,75%.

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Ist es sinnvoll, JETZT seine Lebensversicherung zu kündigen?

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Eine heikle Frage, denn es käme ja an dieser Stelle einer Anlageempfehlung gleich, zu sagen, daß sie Ihre Lebensversicherung kündigen sollten! So einfach können wir es uns an dieser Stelle – auch aus rechtlichen Gründen – natürlich nicht machen. aber es sei hervorgehoben, daß viele Anleger, die bislang brav in Ihre Lebensversicherung eingezahlt haben, darüber nachdenken, Ihre Lebensversicherung zu kündigen und statt dessen in eine andere Anlageform umzuschichten.

Warum ist das so?

Weil Lebensversicherung kündigen jetzt neuer Volkssport ist? Sicher nicht. Es ist vielmehr so, daß mehr und mehr Menschen erkennen, daß sie jahrelang in ihre Lebensversicherung als Altersvorsorge eingezahlt haben und nun feststellen müssen, daß sich ihre Erwartungen nicht erfüllen. In einigen Fällen ist es sogar so, daß Anleger weniger ausgezahlt bekommen, als sie während der Vertragslaufzeit eingezahlt haben. Das ist sicher ein triftiger Grund, um über das Kündigen der Lebensversicherung nachzudenken.

Es kommt weniger raus?

Eigentlich darf man so etwas gar nicht laut sagen, aber durch die Kosten, die einer Lebensversicherung eigen sind, wird natürlich nicht der gesamte Betrag, den man Monat für Monat einzahlt, verzinst am Ende der Laufzeit ausgekehrt. Vielmehr ist es so, daß abschlußkosten, Verwaltungskosten und natürlich der Risikoanteil der Lebensversicherung von den Beiträgen ebenfalls bezahlt werden müssen. In Zeiten, in denen die Lebensversicherer gut über 5% ausgeschüttet haben, hat das kaum einer bemerkt. Da aber der Garantiezins immer weiter sinkt, und die Lebensversicherer Mühe haben, die alten Garantiezinsen überhaupt aufzubringen, sind die Überschüsse stark gesunken. Grund genug, um seine Lebensversicherung zu kündigen?

Lebensversicherung kündigen – und dann?

Wenn Sie Ihre Lebensversicherung kündigen, sich den Rückkaufswert auszahlen lassen und das Geld nicht anderweitig anlegen, ist Ihre Altersvorsorge futsch. Das ist halt so. Aber Sie sind ja nicht gezwungen, Ihren Rückkaufswert aus der Lebensversicherung zu verprassen. Vielleicht steht ja die eine oder andere Anschaffung an, für die Sie einen Teil (ja einen TEIL) des Geldes verwenden wollen. Kalkulieren Sie mit einem spitzen Bleistift, wie man so schön sagt, und filtern Sie heraus, wie viel Geld Sie für Ihre Anschaffung tatsächlich brauchen, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihre Lebensversicherung kündigen zu wollen.

Für den restlichen Betrag sollten Sie eine gute Anlage aussuchen. Es eignen sich gerade in unsicheren Zeiten sehr gut ausgewählte Sachwerte. Kaufen Sie sich aber nicht einfach in einen x-beliebigen Fonds ein, sondern gehen Sie umsichtig vor. Ein Expertencheck Ihrer Lebensversicherung sollte dem allen vorausgehen. So können Sie von Profis überprüfen lassen, ob es sich lohnt, die Lebensversicherung zu kündigen, sie beizubehalten, oder ob es sinnvoll ist, die Lebensversicherung zu verkaufen, was ja auch eine Option ist, die überdacht werden muß.

Also, jetzt die Lebensversicherung kündigen?

Nach allem vorab Gesammelten wird klar, daß es eine sehr individuelle Entscheidung ist, die man sich nicht leicht machen sollte. es gehört Sachverstand dazu, eine Lebensversicherung auf ihre Kostenstruktur hin zu prüfen, ob eine Kündigung oder eine Fortführung Sinn macht. Desweiteren ist zu bedenken, wie die Altersvorsorge ohne diese Lebensversicherung gestaltet werden soll. Wenn nicht mehr viel Zeit bis zum geplanten Ruhestand verbleibt, ist die zu wählende Alternativanlageform kritischer zu beleuchten, als wenn die Zeit noch Fehler verzeihen könnte. Daher erfolgt an dieser Stelle kein pauschaler Rat, seine Lebensversicherung einfach zu kündigen.

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Warum sind Lebensversicherungen eigentlich so beliebt?

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Ihre Lebensversicherung ist sehr beliebt – bei Ihrem Berater! Warum das so ist, ist eigentlich auch schnell erklärt: Ihr Vermittler, der bei Ihnen auf der Couch gesessen hat, Ihren Kaffee getrunken hat, dabei evtl. auch Ihren Vogel, Ihre Katze oder Ihren Hund gelobt und/oder gestreichelt hat, möchte natürlich dafür, daß er nur an Ihr Bestes denkt, auch entlohnt werden.

Soweit ist das auch alles gut. Allerdings wird gerade bei einer Lebensversicherung, die einen Kapitalteil enthält, auch gerne auf die zu verdienende Provision geschielt.
Wer nun meint, ein Versicherungsmakler ist da die bessere Alternative zum Vertreter einer Lebensversicherungs-Gesellschaft, ist oftmals auf dem Holzweg. Der Unterschied zwischen einem Makler und einem Vertreter nur einer Gesellschaft ist, daß der Makler für Sie eine Lebensversicherung heraussuchen kann. Allerdings müssen diese Merkmale nicht immer nur Sie betreffen. Denkbar ist auch, daß ein Makler auch einmal nicht nur an seine Kunden denkt.

Jeder hat ja jemanden zu versorgen

Und nicht nur Sie haben vielleicht eine Familie und Kinder zu ernähren. Ganz klar ist, daß auch der Verkäufer Ihrer Lebensversicherung etwas zum Leben braucht. Interessanterweise denken viele Verbraucher, daß die Provision eines Verkäufers einer Lebensversicherung von der Gesellschaft bezahlt wird. Und richtig ist ja, daß die Versicherungsgesellschaft dem Vertreter das Geld zukommen läßt. Allerdings zahlt immer der Versicherungsnehmer einer Lebensversicherung die Provision aus seiner Tasche. Denn gerade in den ersten Jahren einer Lebensversicherung steigt der Rückkaufswert nur sehr langsam – wenn er überhaupt schon vorhanden ist.

Der Rückkaufswert einer Lebensversicherung wird aber nicht nur von der Provision des Verkäufers beeinträchtigt. Auch die Verwaltungskosten, die jeder Versicherte für seine Lebensversicherung in Kauf nehmen muß, werden entweder aus den laufenden Beiträgen oder dem Rückkaufswert beglichen. Dadurch erklärt sich auch, warum ein Rückkaufswert bei ruhenden Verträgen sinken kann. Wenn der Kostenapparat höher als die angegebene Verzinsung ist, wird das Geld immer weniger!

Ein weiterer Feind des Sparers

Die Inflationsrate in Deutschland liegt zur Zeit bei gut 2,0%. Das bedeutet, daß 100 Euro in einem Jahr 2 Euro an Kaufkraft verlieren. Bei vielen ist die gefühlte Inflation aber weitaus höher. Denn obwohl oftmals Preise für High-Tech Geräte sinken, kommen aber oft auch neue auf den Markt, die dann dank neuerer Technik und eingesetzter Rohstoffe wieder erheblich hochpreisiger sein können. Hinzu kommt ein stetig steigender Benzinpreis und ebenfalls weiter steigende Heizkosten.

Grund genug für viele Sparer, einfach mal Ihre Lebensversicherung unter die Lupe zu nehmen und mal zu prüfen, ob denn die Beiträge in einer vernünftigen Relation zum späteren Ertrag der Lebensversicherung stehen.

Sehr oft heißt es da nur: Autsch!

Bei einem Blick auf den aktuellen Rückkaufswert wird so manchem Anleger heiß und kalt. Nicht, weil am Ende der Beitragszahlung so viel Geld dabei herauskommt, sondern weil man am liebsten noch das Datum dazuaddieren möchte, damit sich wenigstens die Inflation herausrechnen läßt.

Und so verwundert es nicht, daß Lebensversicherungen insbesondere bei den Vermittlern für einen leichten Glanz in den Augen sorgen. Bei denjenigen, die die Beiträge zahlen müssen und am Ende sehen, was dabei herausgekommen ist, sorgen sie eher für tränenfeuchte Augen.

Daher lohnt es sich, auch nach dem Abschluß zu schauen, ob die abgeschlossene Lebensversicherung noch zeitgemäß ist. Denn oftmals kann man durch eine Veränderung zum richtigen Zeitpunkt doch noch seine eigenen Schäfchen ins Trockene bringen!

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