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Regeln für Börsenbetreiber sollen Exzesse im Computerhandel verhindern

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Am 06. Mai 2010 kam es an der New Yorker Börse zum bisher größten Kurssturz aller Zeiten. Die Ursache dieses Kurssturzes konnte auch Tage danach nicht vollständig geklärt werden. Experten sind sich jedoch einig, dass ein solcher Absturz einzelner Werte, der eine Kettenreaktion an den Börsen auslösen kann, künftig verhindert werden muss.
Viele Aktienwerte werden heute elektronisch gehandelt. Dies hat den Vorteil, dass Käufe und Verkäufe so schnell abgewickelt werden können, worauf heute wohl kaum einer der Marktteilnehmer verzichten möchte. Allerdings hatte der Crash in New York gezeigt, dass Händler bei solchen Ereignissen erst einmal machtlos sind, wenn die elektronischen Systeme, die zum Teil selbstständig Orders ausführen, in einer Art „Computer-Squash“ zuschlagen.
Um solche Ausbrüche künftig zu verhindern, fordern Experten beispielsweise Schwellen im Handelssystem. Diese könnten den Handel eines Einzelwertes auf allen Märkten weltweit stoppen, sofern das Papier unter einem vorher benannten Wert sinkt. Diese kurze „Atempause“ gäbe den Händlern die Möglichkeit, wieder einen fairen Wert festzulegen, um den Handel nachfolgend wieder fair und ordentlich weiterführen zu können. Lediglich die New Yorker Börse kann heute bereits ein solches System nutzen, allerdings verfügen noch nicht alle Börsenbetreiber hierüber, weshalb zwar der Handel in New York in der Folge des Kurseinbruchs verlangsamt wurde, in der übrigen Welt jedoch mit gleicher Geschwindigkeit weiterging.
Für die Verhinderung der Exzesse kann es ebenfalls sinnvoll sein, den computergestützten Handel zu kennzeichnen. Bisher müssen sich die Teilnehmer nämlich nicht offenbaren und handeln oftmals in so genannten Dark Pools. Käufer und Verkäufer großer Wertpapierpakete können hier anonym bleiben, weil er außerhalb der regulären Börsen auf speziellen Handelsplattformen abgewickelt wird. Durch eine Veröffentlichung auch dieser Händler können Dark Pools künftig verhindert und Details zum jeweiligen Geschäft offengelegt werden.
Obwohl es bereits viele Vorschläge gibt, die Exzesse im Computerhandel einzudämmen, wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis klare Regeln herrschen. Wichtig ist es dabei, dass alle Börsenbetreiber weltweit zusammenarbeiten, da der Aktienmarkt mittlerweile stark vernetzt ist und Regeln in einzelnen Ländern nicht mehr ausreichen werden.

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Listing an der New Yorker Börse: Wie die SEC deutsche Unternehmen vergrault

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Die Wall Street entwickelt sich für die meisten deutschen Firmen immer mehr zu einem Spießrutenlauf. Das Listen an der Börse von New York kommt einigen sehr teuer zu stehen – vor allen Siemens und Daimler leiden. Die US – Börsenaufsicht kennt mit Ausländern kein Pardon. Während die deutsche Justiz bei den Korruptionsfällen aus beiden Häuser nur mäßiges Interesse zu haben scheinen, stürzt sich die US – Börsenaufsicht SEC auf die beiden deutschen Dax Konzerne.
Der Grund dafür liegt auf der Hand. Die Anklage wegen Schmiergeldzahlungen ist in den USA ein überaus einträgliches Unterfangen. Schon allein die Klagen gegen Daimler und Siemens frischen den Etat der USA um eine Milliarde Dollar auf. Trotz dieses Vorfalls verschwenden beide Unternehmen keinen Gedanken an einem Delisting von der Wall Street – jedenfalls offiziell. Immerhin wären sie nicht die ersten Firmen, die von dem Reglements der US – Amerikaner in die Flucht geschlagen würden.
Die SEC wacht mit Argusaugen über die Finanzlage der Unternehmen. Erwartet werden detaillierte Quartalsberichte und separate jährliche Zusammenfassungen. Kommt es zu Unstimmigkeiten, heißt es Zahlen. Meist handelt es sich um Summen jenseits des einstelligen Millionenbereich. In diesem Zusammenhang rollen auch Kopfe: Vorstandschef und Finanzvorstand müssen nämlich einen Eid auf die vorgelegte Bilanz schwören.
Warum verlassen immer mehr deutsche Unternehmen die Wall Street? Zum einen sind die genannten Nachteile schuld. Zum anderen können einstige Vorteile nicht mehr so wirken, wie in vergangenen Tagen. Die Hoffnung auf eine verbreiterte Investorenbasis und einen erhöhten Bekanntheitsgrad haben sich nur selten in Realität verwandelt. Vielmehr verlassen sich die Anleger auf den Markt mit der Höchsten Liquidität – und das ist die Heimatbörse des jeweiligen Unternehmens.
Es wundert also nicht, dass immer mehr deutsche Firmen mit ihrem Listing in den USA nicht glücklich sind. Als die SEC das Delistingverfahren im Jahre 2007 vereinfachte war die Resonanz enorm. Es dauerte nicht lange, bis die ersten deutschen Unternehmen (unter anderen Bayer, BASF, Allianz, Infineon, Eon usw.) das US Amerikanische Parkett verließen.

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Fondsanteile von Immobilienfonds können auch an Börsen gehandelt werden

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Aus der Finanz- und Bankenkrise ist längst eine zumindest europäische Staatenkrise geworden. Die überbordenden Schulden der Mitglieder der Euro-Zone haben die Gemeinschaftswährung Euro zur Zielscheibe von Spekulanten und Hedgefonds gemacht, die auf ein baldiges Ende des europäischen Projekts und eine Auflösung der Währung wetten. Unter diesem Druck gibt der Euro nach, die Staaten versuchen, sich und die Währung mit dem Auftürmen noch gewaltigerer Schuldenberge zu retten. Es ist unschwer vorherzusehen, dass dies nicht gutgehen kann und die Währung gegenüber der Leitwährung US-Dollar weiter an Boden verlieren wird.
Viele Analysten warnen bereits vor einer großen Inflation, mit der die Euro-Länder sich als letzten Ausweg eines Teils ihrer Schulden entledigen könnten und entsprechend groß ist die Verunsicherung in der Bevölkerung: Langfristig angelegtes Geld scheint in Gefahr zu sein, seinen Wert zu verlieren und die Nachfrage nach sicheren Anlageformen wie Gold, Antiquitäten oder Immobilien wächst ständig.
Immobilienfonds sind also zunächst eine durchaus sinnvolle Anlage, allerdings kann es schwierig werden, wenn man sein Kapital ausbezahlt bekommen möchte: Naturgemäß ist ein Großteil des eingelegten Geldes, über das der Fonds verfügt, langfristig in Immobilien im In- und Ausland gebunden. Kein Fonds verfügt über die notwendige Liquidität, um einen großen Teil seiner Mitglieder per sofort auszahlen zu können. Einige Immobilienfonds haben die Rückzahlung von Anteilen bereits eingestellt bzw. ausgesetzt, so dass die Anleger nur hoffen können, sich von ihrem Geld nach Ablauf der Sperrfrist noch etwas kaufen zu können.
Für aussteigewillige Anleger bietet sich indes ein Ausweg aus dieser Situation: Einige Börsen, darunter etwa die Börse in Hamburg, handeln mit Fondsanteilen. Es ist den Anlegern hier möglich, ihre Anteile zu platzieren und zu marktaktuellen Kursen zu veräußern. Die großen momentan eingefrorenen Fonds sind hier vertreten.

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