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Gibt es morgen noch den Euro?

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Morgen wird es sicher noch den Euro geben. Und die führenden Finanzexperten sind sich auch weitestgehend einig, daß der Euro auch in den kommenden Jahren unsere Währung sein wird. Die Krise in Griechenland und anderen Eurostaaten wie Spanien, Portugal, Italien und und und ist zwar schwerwiegend, jedoch ist der Euro davon im Moment zumindest wahrscheinlich noch nicht betroffen.

Wir können ja Geld drucken…

Das fordern zumindest einige Teilnehmerstaaten der Eurozone. Geld drucken um den Druck auf die Märkte und damit entstehende Panik zu unterbinden. Im Detail sieht das dann so aus, daß die EZB, also die Europäische Zentralbank, die Staatsanleihen der unter Druck stehenden Euroländer aufkauft, um diesen Ländern zinsgünstige Mittel zu beschaffen. Das Mittel scheint verlockend. Versuchen Sie aber mal, beim Tanken mit einem selbstgemalten Tankgutschein aufzutrumpfen. Das wird nach hinten losgehen.

Wie wird sich die Eurozone entscheiden?

Die Finanzminister der Eurozone rotieren schon um die eigene Achse und suchen händeringend nach Auswegen aus der Krise. Ist ein „Raus aus dem Euro“ eine Lösung? Aller Wahrscheinlichkeit wird es dazu nicht kommen. Wahrscheinlicher ist, daß wir Europäer die hausgemachte Krise mit Geld aus China und ähnlich reichen Staaten bezahlt bekommen. Zu welchem Preis das sein wird, kann sich jeder selbst ausrechnen. Was vor gut zwanzig Jahren als Schreckgespenst an die Wand gemalt wurde, scheint nun Realität zu werden: China kauft sich mit seinen Barreserven in Deutschland und Europa ein.

Die eigene Strategie?

Wie kann sich der einzelne auf die kommenden Jahre vorbereiten? Was ist die beste Strategie, um sein eigenes Vermögen zu schützen? Auch da haben führende Experten weitestgehend eine Meinung. denn obwohl sich alle auch darin einig sind, daß wir die nächsten Jahre nicht ohne den Euro werden leben (müssen), sehen viele Experten das Wohl des Privatvermögens in Sachwerten. Sachwerte wie Immobilien oder auch Gold sind da weit vorne. Der Vorteil der Immobilie ist allerdings, daß sie neben der Wertsteigerung auch noch eine Rendite in Form der Mieteinnahmen abwirft.

Immobilien sind zu allen Zeiten wichtige Anker in der Struktur eines ausgewogenen Portfolios. Wenn der Markt nicht weiß, wie es weitergeht, flüchtet er sich in Immobilien und andere Sachwerte. Geldwerte, wie es zum Beispiel klassische Lebensversicherungen oder andere geldanlagen sind, kommen da eher schlechter weg. Der Grund ist offenkundig: Eine Immobilie wird auch bei einer Geldentwertung Ihren (Miet-)wert behalten, während ein Geldwert im Rahmen der Inflation und einer eventuellen Währungsreform dramatisch an Wert und vor allem Kaufkraft verlieren kann.

Jetzt prüfen und handeln!

Prüfen Sie daher jetzt Ihr Portfolio, ob sich alles in bester Ordnung befindet, oder ob Anpassungen vorgenommen werden müssen. Gerade jetzt kann es sinnvoll sein, eine Lebensversicherung verkaufen oder kündigen zu wollen, um das Geld in Sachwerte zu investieren. Denn schließlich weiß trotz aller Expertenmeinungen doch keiner, ob und wie lange es den Euro noch geben wird. Irgendwann sind alle Spargroschen leergefegt und irgendwann kann auch ein deutscher Staat es sich nicht mehr leisten zu sagen: „Alle Sparguthaben sind sicher!“. Lieber jetzt handeln und optimieren, als später das Nachsehen haben. Gehen Sie mit Bedacht an die Sache und lassen Sie sich von Schwarzmalern nicht zur Panik drängen!

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So verteilt die EZB Geld über das Tenderverfahren

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Mit der Offenmarktpolitik (auch Tenderverfahren genannt) beeinflusst die Zentralbank die Geldschöpfung. Dabei kaufen Geschäftsbanken entweder bestimmte festverzinsliche Wertpapiere (so genannte Offenmarktpapiere) von der Zentralbank oder verkaufen solche Papiere an diese. Wenn die Geschäftsbanken Offenmarktpapiere kaufen, sinkt die Geldschöpfung, weil sie das Geld nicht mehr für die Vergabe von Krediten einsetzen können. Verkaufen die Geschäftsbanken dagegen Offenmarktpapiere, steigt die Geldschöpfung.
Für die EZB sind Offenmarktgeschäfte das wichtigste Instrument ihrer Geldpolitik. Sie steuert damit die Zinsen und die Liquiditätslage, außerdem gibt sie durch die Offenmarktgeschäfte den geldpolitischen Grundkurs vor. Die Geschäftsbanken wiederum beziehen aus diesen einen Großteil ihres Geldes. Im Gegenzug verpfänden sie Sicherheiten bei der EZB. Nachdem zuvor von einem Mengentenderverfahren zu einem Zinstenderverfahren gewechselt wurde, führte die EZB nach der Finanzkrise wieder das Mengentenderverfahren ein.
Bei der EZB wird zwischen Haupttender und Basistender sowie zwischen Standardtender und Schnelltender unterschieden. Mit dem Haupttender refinanzieren sich die Banken. Er wird jede Woche meist mit einer Laufzeit von einer Woche von der EZB angeboten. Durchgeführt wird er von den nationalen Zentralbanken. Für die Geschäftsbanken hat er eine gewisse Signalwirkung.
Der Basistender stellt eine längerfristige Möglichkeit zur Refinanzierung dar. Zum Teil mehrmals monatlich werden Basistender mit Laufzeiten von drei Monaten bis zu einem Jahr angeboten. Sie machen ungefähr ein viertel des Refinanzierungsvolumens aus. Für den Basistender sind die nationalen Zentralbanken zuständig.
Der Schnelltender ist einer der Feinsteuerungsoperationen der EZB und dient dem schnellen Ausgleich von Liquiditätsschwankungen. Es handelt sich dabei um ein Ausschreibungsverfahren zur Feinsteuerung der Geldpolitik, wobei die Abwicklung und die Geldzuteilung binnen ein bis zwei Stunden erfolgt und oft nur begrenzt viele Kreditbanken daran teilnehmen. Bei dem Schnelltender kann dem Markt entweder Geld entzogen oder zugeführt werden. Der Schnelltender wird nur bei Bedarf durchgeführt und kann auf vorher festgelegte Geschäftspartner begrenzt sein.
Der Standardtender zählt zu den strukturellen Operationen der EZB und wird im Eurosystem eingesetzt. Er wird binnen 24 Stunden durchgeführt und kann dabei sowohl die Form eines Mengen- als auch eines Zinstenders haben.

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Die Europäische Zentralbank ermahnt die Versicherungsbranche

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Nachdem infolge der Finanzkrise die Banken von der Zentralbank bereits massiv kritisiert worden sind und erste Konsequenzen gezogen wurden, gerät nun mehr und mehr die europäische Versicherungsbranche in den Fokus, die bisher in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wurde. Obwohl die Versicherungen die Krise bisher recht gut überstanden haben, gibt es aus Sicht der EZB erheblichen Verbesserungsbedarf.
Der Präsident der Europäischen Zentralbank Jean-Caude Trichet hat die Versicherungsbranche eindringlich ermahnt, nach den guten Geschäftszahlen im dritten Quartal 2009 nicht in Selbstzufriedenheit zu versinken, diese Zahlen seien weitgehend durch die Stabilisierung der Finanzmärkte zu erklären und die Gewinne aus den Kapitalanlagen würden in normalen Zeiten nicht mehr derartig hoch sein. Deshalb sei jetzt ein Umdenken notwendig, um die Abhängigkeit von der Börse und Finanzprodukten erheblich zu reduzieren. Die Versicherungen seien keineswegs gut aufgestellt und müssten sich mehr auf ihre Kernbereiche konzentrieren und sollten nicht weiter als Finanzdienstleister auftreten.
Ende Juni betrug das Anlagevermögen der Versicherungen über 6 Billionen Euro, zudem halten sie etwa 10% der Schuldverschreibungen der Banken. Diese schiere Größe sei in der Lage die Märkte zu bewegen und verdeutliche, dass viele Versicherer mittlerweile eher Banken sind, als ihren eigentlichen Aufgaben bezüglich des Schutzes privater und unternehmerischer Haftpflicht und Ersatzforderungen nachzukommen.
Aus diesem Grunde kündigte Trichet an, in Abstimmung mit der EU – Kommission einen europäischen Systemrisikoverbund zu gründen, der vor allem auch die Versicherer unter die Lupe nimmt, die mittlerweile eine sogenannte Systemrelevanz aufweisen. Damit wäre eine Aufsichtsbehörde für einzelne Versicherungen geschaffen, die bisher auf europäischer Ebene noch komplett fehlt und auf nationaler Ebene kaum handlungsfähig ist. Bis zum Frühjahr 2010 wird dazu eine Stellungnahme des EU – Parlaments erfolgen und ein umfangreicher Analysebericht erfolgen.

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