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Bereits zum 2. Juli 2009 wurde der gesetzliche Schutz der Verbraucher bei Abschlüssen von Kreditverträgen beträchtlich erhöht. Damit wurde Lockvogel Angeboten ein Riegel vorgeschoben, die zum Beispiel lediglich ihren günstigen Zinssatz oder eine andere Vergünstigung ihrer Werbung zugrunde legten. Seitdem müssen Werbeaussagen für Kreditangebote auch die übrigen tatsächlichen Konditionen und die zu erwartenden Kosten beinhalten. Solchen Aussagen sollen auch realistische Beispielsrechnungen angefügt werden.
So ist es nicht mehr zulässig, ausschließlich damit zu werben, dass Zinsen von beispielsweise 3,01 % angeboten werden, wenn diese nur für Ausnahmefälle zutreffen und sich gleichzeitig mit dem Vertrag eine ganze Reihe von Bearbeitungs- und ähnlichen Kosten verbindet. Vor einem Vertragsabschluss müssen außerdem dem Bewerber um einen Kredit alle relevanten Bestandteile des Kreditvertrages vorgelegt werden. Damit erhöhen sich die Möglichkeiten von Vergleichen für den Verbraucher. Zur Information der Kreditnehmer gelten seitdem einheitliche Muster zur Unterrichtung, damit Einzelfakten besser verglichen werden können.
Für befristete Verträge ohne Grundschuld, Grundpfandrecht oder Hypothek gilt die Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung. Vorfälligkeitsforderungen des Kreditgebers dürfen dabei höchsten 1 % betragen. Das gilt auch für Teilzahlungsgeschäfte. Verbessert wurde auch das Kündigungsrecht für unbefristete Darlehensverträge. Der Kreditgeber kann hier nur noch kündigen, wenn eine Frist von zwei Monaten vertraglich vereinbart wurde. Mit einer Frist von einem Monat kann der Kreditnehmer jederzeit kündigen.
Mit dem 1. April 2010 wurden zusätzlich Bestimmungen erlassen, die die Möglichkeiten von Scoring zur Feststellung der Kreditwürdigkeit einschränken. Unter Scoring versteht man eine anhand von Datenerfassung berechnete Wahrscheinlichkeit der ausreichenden Bonität. Nicht mehr zulässig sind damit Scoring Verfahren, die allein Wohnortdaten als Basis der Berechnung verwenden. So wurden beispielsweise in der Vergangenheit Kredite vielfach abgelehnt oder höhere Zinsen auferlegt, weil der Antragsteller in einem bestimmten Wohngebiet wohnhaft war. Falls Wohndaten mit in eine wissenschaftlich anerkannte Wahrscheinlichkeitsrechnung mit einfließen, so ist der Antragsteller nun davon zu unterrichten. Die bei der Schufa oder Infoscol erfassten Daten können jährlich kostenlos abgefragt werden.
Die vorgenommenen gesetzlichen Neuregelungen gegen Lockvogelangebote und Wahrscheinlichkeitsrechnungen, die außerhalb des Einflusses des Verbrauchers liegen, sind gewiss noch keine umfassende Sicherheit im Kreditwesen, beinhalten jedoch maßgebliche Verbesserungen. Besonders die Sicherheit, selbst Vergleiche anhand klarer Auskünfte anstellen zu können, kommt den Verbrauchern entgegen.
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Da die Lebenshaltungskosten heutzutage immer weiter steigen, die Löhne und Gehälter aber nur geringfügig erhöht werden, haben viele Menschen keine Möglichkeiten mehr, sich etwas auf die Hohe Kante zu legen und für Anschaffungen zu sparen. Während früher nur große Anschaffungen, wie z. B. Autos oder Wohnungseinrichtungen finanziert wurden, sind es heute die “Kleinigkeiten” die mit Raten bezahlt werden. Ob Kleidung, Spielzeug oder ein Kurzurlaub, selbst Weihnachtsgeschenke werden mittlerweile finanziert, wobei die Banken und Kreditanstalten nicht ganz unschuldig sind. Sie bieten Hausfrauenkredite an, obwohl diese kein Einkommen hat. Somit wird es auch Menschen mit wenig Geld schmackhaft gemacht selbst die kleinste Anschaffung zu finanzieren. Das Problem bei solchen Krediten ist, das man sehr schnell in die Schuldenfalle gerät und von alleine nicht mehr herauskommt. Somit bleibt oft nur der Weg in die Privatinsolvenz.
Gerade Menschen mit wenig Geld, möchten sich auch manchmal etwas kaufen, auch wenn Sie es sich nicht wirklich leisten können. Da bieten sich Versandhäuser an, die mit kleinen Monatsraten werben. Kleine Monatsraten sind ja machbar denken sich die Kreditnehmer und finanzieren ihre kleinen Wünsche. Nachdem die Hälfte der Raten getilgt ist, steht der nächste Wunsch an und es wird wieder etwas finanziert. Meist geht das immer so weiter und evtl. geht noch ein Elektrogerät kaputt und das Neugerät wird auch noch finanziert.
Irgendwann denkt der Schuldner, dass er jetzt so viele Schulden hat und es auf weitere nicht ankommt und es wird weiter auf Pump gekauft. Der Kreditnehmer merkt an sich gar nicht wie schnell er in diese Schuldenfalle geraten ist und ist am Ende mit den ganzen Raten und Rechnungen total überfordert. Und trotz allem wird immer weiter bestellt und in Raten abgezahlt. Mahnungen werden ungeöffnet in die Schublade gelegt. Meist wird erst wirklich reagiert, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, dann merkt der Kreditnehmer, dass er da alleine nicht mehr herauskommt. Es bleibt ihm nur noch der Weg zur Schuldnerberatung um sich helfen zu lassen.
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Die Finanzkrise hat die Welt in ihren Grundfesten erschüttert. Das Vertrauen in die Ehrlichkeit der Banken und der Staaten ist geschwunden, die wahren Folgen sind noch nicht einmal in Ansätzen überschaubar. Der größte Schuldenhaushalt in der Geschichte dürfte für Deutschland nur der Anfang sein. Die Staaten der Europäischen Union reagieren auf die berechtigte Verängstigung der Bevölkerung mit der Verbilligung des Geldes: Die Verbraucher sollen konsumieren, um die darnieder liegende Wirtschaft anzukurbeln.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten ist das Kreditgeschäft wieder in vollem Gange. Die Banken sind in der Lage, sich bei der Europäischen Zentralbank (EZB) zu unfassbar günstigen Konditionen Geld zu leihen. Hiermit sollen die Banken mittelständische Unternehmer und Existenzgründer unterstützen, die ansonsten in eine Kreditklemme geraten würden und ihre Betriebe aufgeben müssten. Die Gewinnspannen für die Geldhäuser sind hierbei abnorm: Von der EZB geliehenes Geld kann für 1 % erworben und in griechische Staatsanleihen für 6 % investiert werden. Noch lukrativer ist indes eine Verschuldung der Bevölkerung: Da die Banken den günstigen Zinssatz nicht an die Kunden weitergeben, werden Dispositionskredite nach wie vor mit 12-15 % verzinst, – ein Jahrhundertgeschäft für die Geldhäuser.
Nachdem die Banken mit Hilfe der EZB ihre Bilanzen zumindest in Teilen in Ordnung gebracht haben, erhalten die Verbraucher in hohem Ausmaß Angebote zur Kreditaufnahme. Selbst Geringverdienern werden Dispositionsrahmen zur Verfügung gestellt, die jedes vernünftige Maß sprengen. Ob dies die Wirtschaft tatsächlich in Schwung bringt und wer am Ende die Zeche bezahlen muss, bleibt offen.
Durch den staatlichen Rettungsschirm haben die Banken mittlerweile die Sicherheit, dass die Gemeinschaft für die Überschuldung einzelner Personen oder Haushalte einstehen muss wie die EU für Griechenland. Entsprechend wird im Rahmen des Rettungsschirms hemmungslos Geld verliehen. Es steht in den Sternen, ob eine solche Politik zu einem sinnvollen Ziel führen kann.
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Nun ist es also endlich so weit. Mitten in der von den Banken selbst provozierten und produzierten Wirtschaftskrise beklagen sich diese über weniger Einnahmen, und wollen zu alter Stärke gelangen, indem sie den Unternehmen wieder mehr Kredite gewähren. Schließlich ist die hauptsächliche Aufgabe der Banken, mit dem Geld der Kontobesitzer möglichst gewinnbringend zu arbeiten, und weitere Möglichkeiten sehen viele Banken im Moment sicher nicht.
Die Wirtschaftskrise katapultierte viele Märkte ins Abseits
Die Wirtschaftskrise katapultierte natürlich auch den Markt der Aktien an der Börse ins Abseits, wodurch das Anlegen aufgrund der aktuellen niedrigen Kurse vielleicht tatsächlich schon wieder sinnvoll sein kann, allerdings kann ja auch niemand prognostizieren, wie weit die Kurse der Aktien, die von der Börse gehandelt werden, denn eventuell noch fallen könnten.
Auch im Bereich der Wertpapiere sieht es sicher schlecht aus
Ebenso schlecht sieht es in der aktuellen Zeit sicher auch mit Wertpapieren oder anderen Möglichkeiten zur Anlage von Geld aus. Der einfachste und vielleicht gleichzeitig auch sicherste Weg, wieder an mehr Einnahmen zu gelangen, ist für eine Bank also wahrscheinlich der, das Geld, was die Besitzer der Konten den Banken anvertrauen, an die Unternehmen zu vergeben.
Immerhin müssten die Zinsen relativ stabil sein und bleiben
Zumindest müssten dabei die Zinsen stabil sein, und somit die kalkulierbaren Einnahmen, solange die Unternehmen denn zahlen können. Den Unternehmen und der Bundesregierung kann das sicher nur recht sein. Schließlich soll die Wirtschaft, die durch die Wirtschaftskrise erhebliche Einbußen zu verkraften hatte, und in vielen Fällen immer noch zu verkraften hat, sich irgendwann wieder erholen.
Die Wirtschaft soll sich wieder erholen, was ohne Geld nicht möglich ist
Diese Erholung soll natürlich so schnell wie möglich einsetzen. Um sich zu erholen, benötigen die Unternehmen wiederum mehr Geld, um zu investieren. Diese neue Freizügigkeit im Bereich der Kredite für Unternehmen könnte also eventuell die Wirtschaft wieder ankurbeln, und die Wirtschaftskrise eindämmen oder vielleicht sogar beenden. Bleibt abzuwarten, welche Erfolge sich durch diese Maßnahme nun einstellen werden. Die Maßnahmen, die sich einstellen könnten, sofern denn alles optimal läuft, versprechen auf jeden Fall eine bessere Zukunft und vielleicht sogar einen Weg aus der Krise, den nicht zuletzt auch die Kanzlerin forderte.
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